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Kommentar Die Luxusbranche verfällt in eine riskante Abhängigkeit

Die Chinesen treiben das Wachstum im Luxusgeschäft wieder nach oben. Das scheint positiv, doch es ist gefährlich für die gesamte Branche.
15.07.2018 - 17:20 Uhr Kommentieren
Nach schwächeren Jahren wächst das Geschäft mit dem Edlem und Teurem wieder deutlich – besonders wegen der hohen Nachfrage aus China. Quelle: Reuters
Louis Vuitton

Nach schwächeren Jahren wächst das Geschäft mit dem Edlem und Teurem wieder deutlich – besonders wegen der hohen Nachfrage aus China.

(Foto: Reuters)

Luxuskonzerne von Gucci bis Louis Vuitton jubeln: Das Geschäft mit Edlem und Teurem wächst wieder deutlich nach schwächeren Jahren. Und das haben die Marken vor allem chinesischen Kunden zu verdanken. Insbesondere immer mehr junge, von sozialen Medien geprägte Chinesen leisten sich etwas Besonderes.

So erfreulich der Trend für die Luxusbranche auch ist, er birgt eine große Gefahr: Die europäische Topliga der Modebranche macht sich zu stark von den chinesischen Käufern abhängig. Denn die Kauflust der aufstrebenden Mittel- und Oberschicht in der Volksrepublik ist nichts, worauf sie sich in den nächsten Jahren verlassen kann.

Schon einmal haben Gucci & Co. erlebt, wie nach dem Anfangsboom vor ein paar Jahren die Nachfrage einbrach. Denn sie hatten bei den Preisen zu hoch gepokert. Als immer mehr Chinesen nach Europa reisten, entdeckten sie, dass dasselbe Kleid in Europa deutlich weniger kostete als in ihrem Heimatland. Viele Modekonzerne haben reagiert und ihre Preise in China auf europäisches Niveau gesenkt.

Aber das allein wird nicht reichen, um dauerhaft in der Luxusbranche erfolgreich zu sein. Es gibt viele Marken, die zu Konglomeraten wie Kering oder LVMH gehören und von diesen auf einen starken Wachstumskurs getrieben werden.

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    Das hat zur Konsequenz, dass dieses Jahr vor allem die größere Absatzmenge der Luxusbranche ein Wachstum von sechs bis acht Prozent bescheren wird – und nicht etwa höhere Preise. Die ehrgeizigen Wachstumsziele vieler Marken sorgen dafür, dass zu viel Ware auf den Markt kommt und den gefährlichen Rabatt-Wahn noch einmal verstärkt.

    Stattdessen sollten sich die Marken lieber auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und zusätzlich günstigere Einstiegskollektionen anbieten, um ihren Erfolg abzusichern. Dann können sie auch bei jüngeren, europäischen Kunden wieder besser punkten und sind nicht mehr so abhängig von der Kauflust der neuen chinesischen Oberklasse.

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