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Kommentar Die Maske wird zu einem Stück Alltag – auch ohne Pflicht

Die Zahl der Neuinfektionen sinkt, immer mehr Bereiche öffnen. Es gibt gute Argumente, die Maskenpflicht aufzuheben. Dafür ist es allerdings noch zu früh.
14.06.2021 - 20:52 Uhr 2 Kommentare
Eine Maske hilft, sich und vor allem andere gegen Ansteckung zu schützen. Quelle: dpa
Supermarkt

Eine Maske hilft, sich und vor allem andere gegen Ansteckung zu schützen.

(Foto: dpa)

Berlin Es gibt gute Argumente dafür, die Maskenpflicht abzuschaffen. Mit den sinkenden Fallzahlen fällt es auch schwerer, die Maßnahme und ihre Verhältnismäßigkeit zu begründen. Insbesondere dort, wo die Inzidenz bei null liegt – sich also in den vergangenen sieben Tagen niemand mehr angesteckt hat –, drängt sich die Frage auf, warum noch irgendwer eine Maske tragen sollte.

Mit der sich entspannenden Corona-Lage wird die Zahl dieser Regionen weiter wachsen. Es stimmt auch, dass die Maske an der frischen Luft, etwa in Außenbereichen von Restaurants, nur einen bedingten Nutzen hat.

Überall dort aber, wo Menschen auf engem Platz zusammenkommen oder sich in geschlossenen Räumen aufhalten, wäre es gegenwärtig völlig falsch, die Maskenpflicht aufzuheben. Die Inzidenz ist nicht das alleinige Kriterium für Corona-Maßnahmen. Entscheidend ist auch die Impfquote.

Knapp 75 Prozent der Menschen sind noch nicht vollständig geimpft. Für sie ist die Maske essenziell, um sich und vor allem andere gegen Ansteckung zu schützen, ob im Supermarkt, im Geschäft oder in der Bahn. Und Kinder und Jugendliche sind noch gar nicht geimpft. In Schulklassen könnte sich das Virus ungehindert verbreiten, wenn die Maskenpflicht dort fällt.

Debatte muss Klarheit bringen

Völlig richtig aber ist, die Aufhebung der Maskenplicht zu diskutieren. Wenn das Ergebnis der Debatte Klarheit darüber bringt, wann genau die Maßnahme aufgehoben werden kann, hat sie sich gelohnt.

Denn dies ist in der Tat die entscheidende Frage, auf die es bislang noch keine Antwort gibt. Das Robert Koch-Institut hält eine Impfquote von 80 Prozent für notwendig, um die Corona-Maßnahmen – also auch die Maskenpflicht – aufzuheben. Was passiert, wenn diese Quote nie erreicht wird? Wäre es möglich, auch bei niedrigeren Impfzahlen auf die Maßnahme zu verzichten?

Hinzu kommt, dass die Impfstoffe gegen die gefährlichere Delta-Variante nicht so gut wirken wie beispielsweise gegen die britische. Heißt das, dass eine Maske eventuell noch lange nötig sein wird, als eine Art Basisschutz? Die Menschen haben sich nicht nur an die Maske gewöhnt, einige haben sie auch schätzen gelernt.

Für manche scheint es einfach nicht mehr vorstellbar, sich ohne Maske an überlaufenen Orten wie beispielsweise Flughafen oder Bahnhof aufzuhalten. In Asien gehört die Maske längst zum Alltag dazu, weil die Menschen wissen, dass sie gegen Ansteckung schützt – nicht nur gegen das Coronavirus. Wahrscheinlich ist, dass die Maske uns noch lange begleitet, ob mit oder ohne Pflicht.

Mehr: Ende der Maskenpflicht: Spahn für stufenweises Vorgehen – Forscher und Handel warnen

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2 Kommentare zu "Kommentar: Die Maske wird zu einem Stück Alltag – auch ohne Pflicht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Verbessert oder verschlechtert sich eigentlich das Immunsystem, wenn eine Maske getragen wird?

  • In Japan tragen Kranke (also Symptome, nicht positiver PCR-Test) schon lange Masken aus Rücksicht. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Gegen "sicherheitshalber" mal 'ne Maske tragen, habe ich sehr wohl Einwände. Mit dem "sicherheitshalber"-Argument können wir auch Schutzanzüge tragen oder demnächst das Obst und Gemüse beim Edeka alles einzeln eingeschweißt verkaufen.

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