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Kommentar Die Mittel für die Ausbildungsprämie sind gut angelegtes Geld

Es gilt, eine verlorene Corona-Generation auf dem Arbeitsmarkt zu verhindern. Deshalb haben ausbildungswillige Unternehmen Unterstützung verdient.
25.06.2020 - 18:32 Uhr Kommentieren
Gut angelegtes Geld aus dem Konjunkturpaket. Quelle: dpa
Auszubildende in einer Berliner Werbetechnikfirma

Gut angelegtes Geld aus dem Konjunkturpaket.

(Foto: dpa)

Erinnert sich noch jemand an das größte Problem der deutschen Wirtschaft vor Corona? Richtig, der Fachkräftemangel. Der wird zwar derzeit weniger sichtbar, sich aber mit Macht zurückmelden, wenn mit dem Abflauen der Pandemie die Konjunktur wieder anspringt. Deshalb ist es gut und folgerichtig, dass die Bundesregierung in dieser Woche die Eckpunkte für eine Ausbildungsprämie beschlossen hat. Aus drei Gründen:

  • Es gilt, eine verlorene Corona-Generation zu verhindern. Jugendliche, die in diesen Tagen die Schule verlassen, dürfen nicht in ein schwarzes Loch fallen. Durch die Finanz- und Euro-Krise stieg vor gut zehn Jahren die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa stark an. Das sollte heute eine Mahnung sein.
  • Zweitens haben gerade kleinere Unternehmen derzeit schon genug mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen. Da läge es nahe, sich die Kosten für eine Ausbildung zu sparen – im Handwerk immerhin durchschnittlich fast 17.000 Euro für eine dreijährige Lehre. Da kann die Prämie schon eine wertvolle Unterstützung sein – zumal seit Beginn dieses Jahres der „Azubi-Mindestlohn“ gilt.
  • Drittens kann die Prämie helfen, den Konsum zu stabilisieren, wenn Unternehmen trotz Corona an ihrem Ausbildungsengagement festhalten. Denn die eher spärliche Lehrlingsvergütung landet in der Regel nicht auf der hohen Kante, sondern wird ausgegeben.

Natürlich gibt es auch ein starkes Gegenargument. Ohne fähigen Berufsnachwuchs kann kein Unternehmen auf Dauer überleben, Ausbildung sollte deshalb eigentlich im ureigensten Interesse der Betriebe liegen. Doch dieser Grundsatz gilt für Firmen, die jetzt die Pleite fürchten müssen, nicht mehr.

Wie gut Deutschland die Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt bewältigt, hängt nicht nur davon ab, wie viele Menschen ihren Job verlieren. Ebenso wichtig ist die Frage, wie viele trotz Krise den Einstieg ins Berufsleben schaffen – aus der Arbeitslosigkeit heraus oder als Schulabgänger. Deshalb ist die Ausbildungsprämie gut investiertes Geld.

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