Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Die nächsten Wochen werden für die Autobranche entscheidend sein

Das Rating der Autokonzerne ist gut. Wie die Branche durch die Krise kommt, hängt aber auch davon ab, ob die Produktion wieder richtig anläuft.
12.04.2020 - 10:50 Uhr Kommentieren
Die Bänder der meisten Autobauer stehen aktuell weitgehend still. Quelle: dpa
Autoproduktion

Die Bänder der meisten Autobauer stehen aktuell weitgehend still.

(Foto: dpa)

Eigentlich sieht es ganz gut aus für die deutschen Automobilkonzerne: Daimler, BMW und Volkswagen werden von den Ratingagenturen trotz der Coronakrise weiterhin als anlagewürdig gesehen und sind weit entfernt vom „Junk“-Niveau, mit dem die Refinanzierung deutlich teurer würde. Andere Autokonzerne wie etwa den US-Wettbewerber Ford hat es schon viel härter getroffen – der zweitgrößte amerikanische Autohersteller wird längst auf „Ramsch“-Niveau bewertet.

Das ist allerdings kein Blankoscheck dafür, dass die deutschen Autohersteller die nächsten Monate unbeschadet überstehen werden. Mit ihren vergleichsweise hohen Liquiditätsreserven haben sie keine Probleme damit, den aktuellen Produktionsstopp zu bewältigen. Ob es vier oder am Ende sechs Wochen werden – die Reserven reichen.

Viel entscheidender wird jedoch sein, was in den nächsten Wochen und Monaten in Stuttgart, München oder Wolfsburg passiert. Erst einmal muss den drei Autokonzernen der Wiederanlauf der Produktion gelingen, was in der Sondersituation der Coronakrise überhaupt nicht garantiert ist. Niemals zuvor hat es einen solchen Komplettausfall der Zulieferketten gegeben. Außerdem werden die Gesundheitsauflagen in den Fabriken wegen des gefährlichen Virus deutlich verschärft.

Mit dem Wiederanlauf der Fertigung ist das Geschäft von Deutschlands wichtigster Industriebranche noch immer nicht stabilisiert. Auch der Kunde muss wieder mitspielen: Für die neu produzierten Autos muss es am Ende auch Käufer geben. Das wird ohne Rabatte und Nachlässe nicht funktionieren. Vielleicht hilft auch der Staat wie schon in der Finanzkrise mit dem einen oder anderen Notprogramm.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    All das braucht seine Zeit und dauert sicherlich einige Monate. Wahrscheinlich erst zum Herbst hin wird sich zeigen, wie gut oder schlecht Daimler, BMW und Volkswagen die Krise überstanden haben. Hoffentlich gut. Dann gibt es mit der Bewertung durch die Ratingagenturen auch kein Problem.

    Mehr: Mit Daimler, BMW und Ford hat es die ersten getroffen: Die Coronakrise sorgt dafür, dass Ratingagenturen die Autokonzerne herabstufen. Es kann weiter abwärts gehen.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Die nächsten Wochen werden für die Autobranche entscheidend sein
    0 Kommentare zu "Kommentar: Die nächsten Wochen werden für die Autobranche entscheidend sein"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%