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Kommentar Die Öffnung der Einzelhändler gegenüber Amazon und Zalando ist überfällig

Die Intersport-Händler bieten Waren auf Amazon an, kleine Modehändler kooperieren mit Zalando. Es ist höchste Zeit, dass sich die Kaufleute bewegen.
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Modehändler unter dem Dach des Dienstleisters Katag kooperieren mit dem Onlineversender. Quelle: Reuters
Zalando-Logistikzentrum

Modehändler unter dem Dach des Dienstleisters Katag kooperieren mit dem Onlineversender.

(Foto: Reuters)

Handel ist Wandel. Eine Plattitüde, die Händler hierzulande aber sehr gerne in den Mund nehmen. Ihrem eigenen Anspruch allerdings sind die Ladenbesitzer in den vergangenen Jahren immer weniger gerecht geworden. Viele haben sich dem Wandel geradezu verschlossen.

Angesichts des gewaltigen Konkurrenzdrucks scheinen sich nun zumindest einige Geschäftsinhaber jener Wendigkeit zu erinnern, auf die sie sich so viel einbilden. Der Sporthändler-Verbund Intersport öffnet sich auf einmal Amazon, dem Erzfeind aus Amerika. Modehändler unter dem Dach des Dienstleisters Katag kooperieren mit dem Onlineversender Zalando.

Es ist höchste Zeit, dass sich die Kaufleute bewegen. Internetkonzerne wie Amazon und Zalando sind für Ladenbesitzer nicht nur Konkurrenz, sondern auch eine Chance. Auf den Plattformen finden sie die Kunden, die ihnen in ihren Läden fehlen. Daher ist es genau richtig, dass sie nun versuchen, mit den Onlineriesen Geld zu verdienen.

Die Einzelhändler gehen dabei zu Recht unterschiedliche Wege. Intersport bietet auf Amazon beispielsweise unter einer neuen Marke Restposten seiner Händler an. Die Modehändler der Katag liefern Bestellungen von Zalando aus. Der Umsatz gehört den Läden, die Berliner erhalten eine Provision.

Es ist allerdings fraglich, ob die zusätzlichen Einnahmen dieser Initiativen reichen, um die Läden zu erhalten. Denn die Kaufleute müssen massiv investieren. In Personal, in attraktive Geschäfte, in Erlebnisangebote. Nur wenn die Konsumenten einen Mehrwert darin sehen, sich auf den Weg in Shops zu machen, werden diese überleben.

Immerhin, die Einzelhändler sind aufgewacht und das ist ermutigend. Vielleicht ist ihnen ja auch nur ein anderer und nicht weniger abgegriffener Spruch wieder in den Sinn gekommen: Wenn du sie nicht schlagen kannst, dann schließe dich ihnen an, heißt es in Amerika. Eine Weisheit, die der deutsche Einzelhandel besser schon vor ein paar Jahren beherzigt hätte.

Mehr: Deutsche Modehändler haben lange Zeit die Online-Konkurrenten als große Gegner gesehen. Mittlerweile wollen sie im Digitalgeschäft mitspielen.

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