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Kommentar Die Offenheit der Verbraucher beim mobilen Zahlen darf nicht missbraucht werden

Das mobile Bezahlen stößt bei den Deutschen auf steigendes Interesse. Noch aber fehlt vielen Kunden das Vertrauen – hier sind die Anbieter gefordert.
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Die App Tez ermöglicht das Bezahlen mit dem Smartphone. Bisher nutzen die Deutschen solche Dienste nur spärlich. Quelle: NurPhoto/Getty Images
Mobiler Bezahldienst von Google

Die App Tez ermöglicht das Bezahlen mit dem Smartphone. Bisher nutzen die Deutschen solche Dienste nur spärlich.

(Foto: NurPhoto/Getty Images)

Knapp ein Drittel der Deutschen hat es schon einmal getan: Sie haben ihr Smartphone oder ihre smarte Uhr an die Ladenkasse gehalten und auf diese Weise in Sekundenschnelle bezahlt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom. Im internationalen Vergleich ist Deutschland damit in Sachen mobiles Bezahlen noch ein Entwicklungsland. Doch angesichts der innigen Liebe der Deutschen zum Bargeld erscheint eine solche Quote gar nicht schlecht.

Hinzu kommt: Die meisten mobilen Bezahlmethoden gibt es hierzulande erst seit wenigen Monaten – und viele Kunden können sie noch gar nicht nutzen. So ist Google Pay, der Bezahldienst des Suchmaschinenanbieters, im vergangenen Sommer gestartet.

Apple Pay, das Pendant des iPhone-Herstellers, ist erst seit Mitte Dezember verfügbar. Für beide gilt: Um die Dienste nutzen zu können, benötigen Verbraucher eine Kreditkarte bei einer der Partnerbanken – oder bei Google Pay auch ein Konto beim US-Bezahldienst Paypal. Auch die Sparkassen und Genossenschaftsbanken bieten erst seit wenigen Monaten das Bezahlen per Smartphone an. Jetzt schon exorbitante Nutzerzahlen zu erwarten wäre naiv.

Allerdings: Die Verfügbarkeit ist nicht der einzige Hemmschuh. Viele Deutsche, auch das zeigt die Bitkom-Studie, haben Sicherheitsbedenken. Hier sind die Anbieter gefordert, für Aufklärung und Vertrauen zu sorgen. Nur wenn sie die Verbraucher davon überzeugen, dass sowohl ihr Geld als auch ihre Daten gut gesichert sind, wird sich mobiles Bezahlen in der Breite der Bevölkerung durchsetzen.

Mit lustigen Werbespots und Plakaten ist es dabei nicht getan. Um die Kunden wirklich zu überzeugen, braucht es Transparenz und eindeutige, klar verständliche Nutzungs- und Datenschutzbedingungen. Viele Verbraucher sind offen für neue Technologien und erkennen die Vorteile – beim mobilen Bezahlen ist es etwa die Zeitersparnis. Diese Offenheit darf nicht missbraucht werden.

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