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Kommentar Die Pharma-Übermacht aus der Schweiz wird uneinholbar für die deutsche Konkurrenz

Roche und Novartis zeigen, welche Potenziale Hoechst und Bayer verpasst haben. Die deutsche Großchemie hat die Gesundheitsmärkte unterschätzt.
30.01.2020 - 17:48 Uhr Kommentieren
Schweizer Pharmakonzerne agieren weitsichtiger und mutiger als ihre deutschen Konkurrenten. Quelle: Reuters
Novartis

Schweizer Pharmakonzerne agieren weitsichtiger und mutiger als ihre deutschen Konkurrenten.

(Foto: Reuters)

Wer hätte das gedacht? Zwei Unternehmen aus der kleinen Schweiz rücken an die Spitze der Weltpharmabranche. Aber wenn sich die jüngsten Firmenprognosen bestätigen, werden in diesem Jahr sowohl Roche als auch Novartis den bisherigen Branchenführer Pfizer aus den USA überrunden.

Auch aus deutscher Sicht gibt dieser Wachwechsel zu denken. Anfang der 80er-Jahre hießen die Nummer eins und zwei der Pharmawelt noch Hoechst und Bayer. Aber sie sind seither ins Mittelfeld abgetaucht oder ganz verschwunden. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass sie den Konsolidierungswettlauf um die Jahrtausendwende verpassten oder – wie im Falle Hoechst – zum Kaufobjekt wurden.

Der Abstieg wurzelte auch darin, dass man in der deutschen Großchemie schlicht das Potenzial der Gesundheitsmärkte im Allgemeinen und die Chancen der Biotechnologie im Besonderen unterschätzte. Die Schweizer Konzerne, insbesondere Roche, agierten weitsichtiger und mutiger – und stiegen damit nach und nach zur Großmacht im globalen Arzneimittelgeschäft auf.

Zusammen bestreiten sie heute schätzungsweise zehn bis zwölf Prozent des globalen Pharmamarktes. An der Börse sind sie mehr als doppelt so hoch bewertet wie die komplette deutsche Chemie- und Pharmaindustrie.

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    Und während man hierzulande nun vor allem darüber diskutiert, wie die neuen Krebs- und Gentherapien aus den Baseler Labors von den Krankenkassen finanziert werden können, investieren die Schweizer Pharmariesen eifrig in die nächste Generation von Medikamenten und Technologien.

    Allein Roche pumpt mehr Geld in die Arzneimittelforschung wie die gesamte deutsche Pharma- und Biotechindustrie und generiert mehr als genug Cashflow, um bei Bedarf alljährlich auch noch etliche Milliarden in den Zukauf neuer Technologien und Biotechfirmen zu investieren. Der Vorsprung der Schweizer Pharmariesen erscheint damit zusehends uneinholbar.

    Mehr: Viele Pharmakonzerne trennten sich zuletzt konsequent von ihren Nebengeschäften. Roche führt die Neuordnung der Pharmabranche an – mit Erfolg.

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