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Kommentar Die Politik muss Start-ups entgegenkommen

Die Bundesregierung setzt ständig Förderprogramme für Start-Ups auf. Doch für echten Fortschritt muss sich die deutsche Bürokratie ändern.
26.08.2018 - 19:19 Uhr Kommentieren
Bei den komplizierten Steuerregeln oder Vorschriften für neue Fachkräfte könnte Start-Ups vieles leichter gemacht werden. Quelle: dpa
Bürokratie-Stempel

Bei den komplizierten Steuerregeln oder Vorschriften für neue Fachkräfte könnte Start-Ups vieles leichter gemacht werden.

(Foto: dpa)

Kaum ein Fotomotiv hat in den vergangenen Jahren so an Beliebtheit bei Politikern gewonnen wie das mit Unternehmensgründern.

Wer zeigen will, wie zukunftsorientiert und up to date er ist, der stattet einem hippen Start-up einen Besuch ab. Da gibt es Innovationen zu betrachten und man kann ein Selfie mit den energetischen Menschen machen.

Allzu gern lassen sich Politiker dazu hinreißen, die neuen Sachen mal auszuprobieren, die diese jungen Leute erfunden haben. Die Mitglieder der Bundesregierung verteilen auch großzügig Steuergelder an die Start-ups, sie setzen ein Förderprogramm nach dem anderen auf. Es geht schließlich um die Zukunft.

Doch wenn es in die Tiefen der öffentlichen Verwaltung geht, an die komplizierten Steuerregeln oder die starren Regeln, die es vielen Unternehmen fast unmöglich machten, dringend benötigte Fachkräfte einzustellen, endet der Eifer jäh. Dabei ist das Potenzial für Erleichterungen groß.

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    Man muss ja nicht gleich so weit gehen wie in den USA, wo man der Start-up-Nachbarstadt San Francisco beim Zerfall zuschauen kann, weil die Silicon-Valley-Unternehmen von nebenan kaum Steuern zahlen müssen. Wo einem schon mal angst und bange wird, wenn der Uber-Fahrer erzählt, dass er schon zehn Stunden ohne Pause gefahren ist, weil sonst sein Geld nicht reicht, um die Miete zu zahlen.

    Doch von solchen Zuständen ist Deutschland noch weit entfernt.

    Man muss nicht gleich die Errungenschaften des Arbeitsrechts aufweichen, um den Gründern auf die Sprünge zu helfen, wie es die Jungen Unternehmer nun fordern. Viele der Vorschläge treffen dagegen die richtigen Punkte.

    Es gibt einige Bereiche, wo riesiges Potenzial ist, mit dem man den Start-ups das Leben leichter machen könnte. Eine Kostprobe? Steuerregeln könnten zumindest für die ersten zwei Jahre so angepasst werden, dass die frisch gebackenen Unternehmer nicht eine großen Teil ihrer Zeit damit verbringen müssen, sie zu verstehen.

    Um ihnen einen Weg durch die Masse an Vorschriften zu zeigen, könnte ihnen jemand zur Seite gestellt werden, der sie in die richtige Richtung schickt. Einwanderung von dringend benötigten Fachkräften muss endlich vereinfacht werden. Und wenn es möglich wäre, den Gang aufs Amt per Skype zu erledigen, hätten die Gründer mehr Zeit, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

    Sexy ist die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung oder die Vereinfachung des Steuersystems nicht, dafür umso mühsamer. Doch wie sagte schon der Philosoph Friedrich Nietzsche: „Unsere Pflichten, das sind die Rechte anderer auf uns.“

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