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Kommentar Die Politik sollte beim 5G-Ausbau endlich Klarheit schaffen

Vier Firmen werden für die 5G-Frequenzen bieten. Doch für einen schnellen Ausbau der Zukunftstechnik ist vieles zu unklar. Die Politik ist gefordert.
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Deutschland braucht einen schnellen Ausbau von 5G, doch noch halten sich die Unternehmen zurück. Quelle: dpa
Mobilfunknetz 5G

Deutschland braucht einen schnellen Ausbau von 5G, doch noch halten sich die Unternehmen zurück.

(Foto: dpa)

Eigentlich sollte es jetzt so richtig losgehen. Noch im Frühjahr sollen die Frequenzen für den Echtzeitmobilfunk 5G versteigert werden. Seit Freitag steht auch fest, dass neben den etablierten Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica auch der Mobilfunker United Internet mitbieten wird. Doch anstatt jetzt massiv auf die Zukunftstechnik zu setzen, lähmen zahlreiche Unsicherheiten den Ausbau.

Deutschland braucht einen schnellen Ausbau von 5G. Der nächste Mobilfunkstandard soll wie ein Turbo für die Industrie 4.0 wirken. Doch anstatt mit konkreten Ausbauplänen vorzupreschen, halten sich die Unternehmen zurück. Dafür gibt es gute Gründe.

Zwar hat die Bundesnetzagentur schon im November festgelegt, welche Verpflichtungen für die Vergabe gelten. So müssten die Netzbetreiber etwa alle Autobahnen und Bundesstraßen mit schnellem Internet vorsorgen.

Doch gleichzeitig erwägt die Politik, noch nachträglich die Regeln zu verändern. Mit der Novelle des Telekommunikationsgesetzes könnte etwa lokales Roaming, also das Teilen von Netzen in Funklöchern, verpflichtend eingeführt werden. Das würde die Geschäftsmodelle die Netzbetreiber komplett verändern.

United-Internet-Gründer Ralph Dommermuth könnte davon profitieren. Telekom, Vodafone und Telefónica sind hingegen entschieden gegen eine solche Pflicht. Besonders fatal ist jedoch: Es ist noch nicht klar, ob die Regel kommt oder nicht. Die unklare Lage macht konkrete Planungen unmöglich.

Zudem ist auch noch völlig offen, wie die Auktion ausgehen wird. Bislang hatte Telekom, Vodafone und Telefónica gehofft, dass sie bei der Verfahren unter sich bleiben würden. Alle drei wollten möglichst wenig für Frequenzen ausgeben, um nachher mehr Geld für den Ausbau der Netze übrig zu haben.

Mit dem Einstieg von Ralph Dommermuth in das Verfahren könnte es zu einer Bieterschlacht kommen. Alle Unternehmen wollen möglichst gute Netze haben. Entsprechend aggressiv müssen sie in die Auktion gehen.

Darüber hinaus ist auch noch völlig unklar, ob die Firmen Technik vom chinesischen Ausrüster Huawei einsetzen dürfen. Die Bundesregierung erwägt einen Bann aus Sicherheitsgründen. Wird der Einsatz von Huawei-Produkten eingeschränkt, dürfte 5G deutlich später kommen und wird teurer werden. Denn Huawei ist bei der Technik Marktführer - vor den europäischen Wettbewerbern Ericsson und Nokia.

Die unklare Gemengelage ist schlecht für die deutsche Industrie. Sie muss sich darauf verlassen können, dass sie in absehbarer Zeit mit guten 5G-Netzen für ihre Fabriken planen kann. Die Politik sollte endlich Klarheit schaffen: Bei Roaming und im Fall von Huawei

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