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Kommentar Die richtige Mischung verpasst

Mischfonds sind bei privaten Anlegern wie Finanzberatern beliebt. Doch die Renditen enttäuschten zuletzt. Für Sparer lohnt sich ein kritischer Blick.
12.02.2020 - 09:46 Uhr Kommentieren

Frankfurt Blendet man die Vorjahreszahlen aus, scheint es, als vertrauten private Anleger den seit Jahren beliebten, aus verschiedenen Wertpapierarten gemischten Fonds jede Menge neues Geld an. Im vergangenen Jahr steckten Anleger gut zehn Milliarden Euro frisches Kapital in diese Anlageklasse. Nur offene Immobilienfonds zogen noch mehr neues Geld an. Seit Jahren sind die Mischfonds beliebt bei privaten Investoren, denn sie haben Charme: Sie bieten eine Art von einfacher Vermögensverwaltung in einem Produkt an.

Fondsmanager wollen mit diesen Allwetter-Fonds in jeder Börsenphase stabile Renditen erreichen. Die Produkte werden zudem gern von Finanzberatern verkauft, weil sie recht hohe Provisionen bringen. Doch in den turbulenten Monaten von Ende 2018 bis Herbst 2019 ging diese Rechnung für viele Fondsmanager nicht auf. Unterm Strich erzielten sie magere Renditen, weil sie nach den teils herben Kursverlusten 2018 mit Aktien im Jahr darauf zu zögerlich oder zu spät wieder in Dividendenpapiere eingestiegen sind.

Außerdem haben viele Fondsmanager nicht damit gerechnet, dass sich die Kurse vor allem von europäischen Staatsanleihen so deutlich erholen wie 2019 nach dem Schwenk der Europäischen Zentralbank zurück zu ihrer extrem lockeren Geldpolitik. Der deutliche Abschwung Ende 2018 und die folgende Börsenerholung überforderten auch einige Risikomanagement-Systeme in solchen Fonds. Fondsmanager haben durch die einbrechenden Aktienkurse Verluste verbucht und ihre Risikopuffer aufgebraucht.

Auch deshalb sind viele im Januar zu Beginn der Erholung nicht gleich wieder eingestiegen. Das enttäuschte Anleger und Finanzberater, die im Depot nicht selten mickrige einstellige Renditen fanden, während die großen Aktienindizes 2019 um ein Viertel und mehr kletterten und Anleiheindizes zweistellig zulegten. Da verwundert es nicht, dass 2019 nur halb so viel neues Geld in deutsche Mischfonds floss wie ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2017 waren die zehn Milliarden sogar nur ein Drittel.

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    Manche sprechen von einem Lackmustest für die beliebten Fonds, andere von Sättigungstendenzen. In jedem Fall sollten Anleger sich keinen teuren Mischfonds aufschwatzen lassen, ohne dessen Anlagestrategie und die Erfolgsbilanz zu prüfen.

    Mehr: Lesen Sie hier, welche Chancen und Risiken Ihnen alternative Anlagen bieten.

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