Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Die schlechten Zahlen der HSBC sind eine Chance für Noel Quinn

Der HSBC-Interims-Chef kann nach einem enttäuschenden Quartal beweisen, dass er auch langfristig als Steuermann für den Londoner Bankriesen taugt.
28.10.2019 - 17:45 Uhr Kommentieren
Seine Chance, auf dem CEO-Sessel zu bleiben, wächst. Quelle: HSBC
Noel Quinn

Seine Chance, auf dem CEO-Sessel zu bleiben, wächst.

(Foto: HSBC)

Nun hat es auch die HSBC erwischt. Die Londoner Bank mit chinesischen Wurzeln galt lange nicht nur als größtes Geldhaus Europas, sondern auch als sein Champion. Während andere Institute strauchelten, erzielte die HSBC noch im ersten Halbjahr Gewinne von 12,4 Milliarden Dollar.

Aus, vorbei: Angesichts gerupfter Quartalszahlen und einer taumelnden Aktie muss HSBC umsteuern. Für ihren erst im August berufenen Interims-CEO Noel Quinn ist das paradoxerweise eine Chance: Er kann sich als Macher beweisen.

Quinn war unter obskuren Umständen auf den Chefposten gerutscht. Bis vor Kurzem war er nicht einmal Mitglied des Verwaltungsrats. Dann beförderte ihn Chefaufseher Mark Tucker, nachdem er den alten CEO John Flint vor die Tür gesetzt hatte.

Hintergrund war wohl ein Kulturkampf: Flint war Tucker mit seiner moderierenden Art nicht entscheidungsstark genug – fatal in Zeiten von Handelskriegen und politischer Unsicherheit.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Noel Quinn steuerte gegen und nutzte seine kurze Zeit als Interims-CEO bisher lehrbuchmäßig. „Es wäre unklug, für 2019 keine Abkühlung zu erwarten“, sagte er im August dem Handelsblatt – und kündigte die Streichung von 3000 bis 4000 Stellen an.

    Nun stellt er weitere Einschnitte in Aussicht. In London, New York und Deutschland prüft die Bank sogar den Teilrückzug aus dem Aktienhandel.

    So handelt kein Übergangsmanager, der in der kurzen Zeit an der Spitze niemandem auf die Füße treten will. So handelt ein Macher, der seine Tauglichkeit als CEO unter Beweis stellen muss.

    Quinn wäre wohl nicht der schlechteste HSBC-Chef: Der Firmenkundenmann mit Asienerfahrung will die Bank als Diener des wachsenden globalen Mittelstands positionieren – und dafür das schwächelnde, kapitalintensive Investmentbanking zurechtstutzen. Das ergibt strategisch Sinn.

    Und dass er vor allem Seniorpositionen einsparen will, ist taktisch klug: Jüngere Banker dürften Quinn unterstützen. Seine Chance, auf dem CEO-Sessel zu bleiben, wächst.

    Grafik

    Mehr: Der Interimschef Noel Quinn erklärt im Interview, wie er HSBC als globale Unternehmerbank profilieren will.

    Startseite
    0 Kommentare zu "Kommentar: Die schlechten Zahlen der HSBC sind eine Chance für Noel Quinn"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%