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Kommentar Die Schwankungen des Dollars gefährden seine dominante Position

In der aktuellen Coronakrise unterliegt der US-Dollar starken Schwankungen. Das hat mehrere Gründe, die auch jenseits des Devisenmarkts liegen.
23.03.2020 - 16:41 Uhr Kommentieren
Der Dollar gilt für Investoren in Krisenzeiten eigentlich als klassischer
Wechselstube in Moskau

Der Dollar gilt für Investoren in Krisenzeiten eigentlich als klassischer "sicherer Hafen". Momentan schwankt er aber sehr stark.

(Foto: dpa)

In Krisenzeiten ist am Devisenmarkt in der Regel der US-Dollar besonders gefragt. Er gilt als sogenannter sicherer Hafen in Krisenzeiten. Diese Rolle hängt auch mit seinem Status als weltweite Leitwährung zusammen. Aktuell aber unterliegt der Dollar extremen Schwankungen – die untypisch sind.

Das hängt mit mehreren Faktoren zusammen. In der vergangenen Woche hat der Greenback gegenüber dem Euro um über vier Prozent aufgewertet. Gegenüber anderen Währungen waren die Zuwächse sogar noch größer.

Grund für die starken Gewinne waren globale Liquiditätsengpässe in US-Dollar. Vor allem in Ländern, in denen sich die Unternehmen oder der Staat stark in Dollar verschuldet haben, wie etwa in Brasilien oder Mexiko, gibt es aktuell eine hohe Nachfrage nach der US-Währung. In der vergangenen Woche hat die US-Notenbank Federal Reserve reagiert und weiteren internationalen Notenbanken Dollar zur Verfügung gestellt.

Zum Start der neuen Woche treten nun aber andere Argumente in den Vordergrund, die den Dollar belasten. So hat die Fed noch einmal die Geldpolitik massiv gelockert, indem sie ankündigte, unbegrenzt Staatsanleihen und bestimmte mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen. Jede Lockerung der Geldpolitik schwächt tendenziell den Dollar.
Außerdem sind die USA ähnlich wie schon Europa nun zum Zentrum der Coronakrise geworden. Die Investmentbank Goldman Sachs geht mittlerweile davon aus, dass das US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal um knapp ein Viertel einbrechen wird. Der Chef der regionalen US-Notenbank von St. Louis, James Bullard, warnt vor einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 30 Prozent, falls sich die Regierung nicht über die Finanzpolitik noch entschlossener gegen die Krise stemmt.

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    Ausgerechnet der US-Dollar, der in schwierigen Zeiten als besonders sicher gilt, schwankt also momentan besonders. Halten diese Schwankungen an, bringt das auch seine Position als weltweite Leitwährung stärker in Gefahr. Noch ist diese unangefochten. Daran wird sich kurzfristig auch nicht viel ändern. Die aktuelle Krise könnte später aber mal als ein Wendepunkt in die Geschichte eingehen, der dazu führt, dass Investoren die Rolle des Dollars zunehmend infrage stellen.

    Mehr: Was gegen eine schnelle Erholung an den Börsen spricht.

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