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Kommentar Die Schwellenländer sind die größten Gewinner der Zinssenkung in den USA

Die Entscheidung der Fed stützt besonders die Wirtschaft in den Emerging Markets. Das hängt vor allem mit der besonderen Rolle des Dollars zusammen.
05.03.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Die Schwellenländer leiden unter der Unsicherheit um das Coronavirus. Von der Zinssenkung in den USA aber profitieren sie. Quelle: picture alliance/ASSOCIATED PRESS
Börsenkurse in Asien

Die Schwellenländer leiden unter der Unsicherheit um das Coronavirus. Von der Zinssenkung in den USA aber profitieren sie.

(Foto: picture alliance/ASSOCIATED PRESS)

Die US-Notenbank Fed hat die Märkte am Dienstag mit ihrer deutlichen Zinssenkung überrascht. Die Freude hielt sich jedoch in Grenzen – zumindest wenn man sie an der ersten Reaktion an den US-Börsen misst. Zwar stützt der Schritt die heimische Wirtschaft. Größter Profiteur dürften aber die Schwellenländer sein.

Denn in der aktuellen Phase der Unsicherheit um das Coronavirus leiden die wirtschaftlich noch aufstrebenden Staaten ganz besonders darunter, dass Investoren aktuell Risiken möglichst zu vermeiden suchen. Da kommt die Zinssenkung in den USA für die Emerging Markets gerade recht. Denn für internationale Investoren wird es so attraktiver, ihr Kapital auch in Zinspapiere anderer Währungsräume zu investieren. Das schwächt tendenziell den Dollar.

Für Schwellenländer eine gute Nachricht – denn dort ist der Greenback die dominante Finanzierungswährung. Unternehmen in Ländern wie etwa Brasilien oder der Türkei verschulden sich oft in Dollar. Steigt der Dollar-Kurs, nimmt die Last ihrer Schulden zu. Wertet er ab, sinkt sie. Studien zeigen daher auch, dass ein schwächerer Dollar die Weltwirtschaft stützt.

Auch für die Notenbanken in den Schwellenländern ergeben sich nach dem Zinsschritt in den USA neue Möglichkeiten. Sie können nun ebenfalls die Zinsen stärker senken, ohne einen Verfall der eigenen Währung zu riskieren. In den vergangenen Monaten haben viele dies bereits getan – und durch den Schritt der Fed haben sie noch mehr Spielraum.

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    Dabei haben die Schwellenländer den Vorteil, dass bei ihnen die Zinsen noch relativ hoch sind. In Brasilien liegt der Leitzins bei 4,25 Prozent, in Indien bei 5,15 Prozent, in Russland bei sechs Prozent und in Indonesien sogar bei 6,5 Prozent.

    Tendenziell gilt: Je höher die Zinsen liegen, desto mehr bewirkt eine Senkung. Sind die Zinsen dagegen ohnehin schon sehr niedrig, wie aktuell im Euro-Raum, bewirkt eine weitere Senkung nicht mehr so viel. In den Schwellenländern kann die Geldpolitik also noch effektiver die Wirtschaft stützen.

    An den Finanzmärkten haben die Schwellenländer schwierige Zeiten hinter sich. 2018 litten sie unter starken Zinserhöhungen in den USA, dann unter dem Handelskonflikt zwischen den USA und China. Nun belastet sie die Unsicherheit um das Coronavirus stark. Die Unterstützung durch die Zinssenkung in den USA können sie daher gut gebrauchen.

    Mehr: Die Zinssenkung in den USA erhöht den Druck auf die EZB

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