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Kommentar Die Seefahrt ist ein guter Markt-Indikator

Die Preise für den Warentransport auf See steigen rasant. Das spiegelt eine starke Wirtschaftserholung wider – und dürfte auch die Aktienkurse weiter beflügeln.
08.07.2020 - 14:15 Uhr Kommentieren
Der sogenannte Baltic Dry Index steigt so schnell wie seit vielen Jahren nicht. Quelle: Bloomberg
Containerhafen

Der sogenannte Baltic Dry Index steigt so schnell wie seit vielen Jahren nicht.

(Foto: Bloomberg)

„Seemann, lass das Träumen, denk nicht an zu Haus.“ Der Satz aus einem sechs Jahrzehnte alten Schlager mutet heute an wie eine verkappte Börsenprognose. Die österreichische Sängerin Lolita konnte das damals nicht ahnen. Ihr Ruf an die Matrosen, dem Meer treu zu bleiben und keinen Gedanken an das Leben als Landratte zu verschwenden, passt zur Situation an den Aktienmärkten.

Das Bindeglied zwischen Fernweh-Schnulze und Finanzwelt sind die Frachtraten für Seetransporte. Der sogenannte Baltic Dry Index steigt so schnell wie seit vielen Jahren nicht: In weniger als zwei Monaten hat sich der Konjunkturindikator fast verfünffacht. Nach Ansicht mancher Analysten bedeutet das grünes Licht für die Börsen.

Der Index bildet die Transportpreise für Güter wie Kohle, Eisenerz, Zement und Getreide auf wichtigen Schiffsrouten ab. Er spiegelt daher die allgemeine Wirtschaftslage wider, denn ein Großteil der Rohstoffe und Waren wird über die Weltmeere transportiert. Die massiv verteuerten Frachtraten passen sowohl zu den aktuell klar verbesserten Konjunkturdaten als auch zum rasanten Aktienaufschwung nach dem Kollaps im März.

Bleiben diese Trends intakt? Zumindest auf einem wichtigen Markt beschleunigt sich das Wachstum sogar. Die Kurse der chinesischen Festlandsaktien steigen seit Tagen deutlich, sind mittlerweile so hoch wie zuletzt vor fünf Jahren. Zur Erinnerung: Das Reich der Mitte kämpfte als erstes Land mit dem Virus, dämmte Corona dann auch als erstes ein. In diesem Sinne könnte China den Takt für die Weltbörsen vorgeben. Das hoffen jedenfalls die Optimisten.

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    Der Blick auf die Frachtraten und auf Asien verleitet zu freundlichen Aktienprognosen. Vorsichtige Naturen ergänzen das durch eine Warnung. Eine manchmal befürchtete neue Ausbreitungswelle des Virus müsste die Anlegerstimmung ebenso trüben wie ein Sieg des Demokraten Joe Biden bei den US-Wahlen im November.

    Matrosen würden von einem Kaventsmann reden, einer großen Welle, die alles verschlingen kann. Sängerin Lolita dagegen dürfte wohl die Zuversichtlichen stützen wollen. Sie könnte sogar mit einer Vorahnung für die laufende Chinarally punkten: Schanghai ist eines der Traumziele in ihrer Seemann-Ballade.

    Mehr: Auch der bekannte Vermögensverwalter Jens Ehrhardt glaubt an deutlich höhere Aktienkurse – und einen Dax bei 16.000 Punkten.

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