Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Die Sparkassen stehen gut da – trotzdem ist die Kritik der Aufseher berechtigt

Die Schwachstellen der Sparkassen sind offensichtlich. Sie sollten sich damit anfreunden, dass es bei der Einlagensicherung zu Veränderungen kommt.
28.05.2020 - 17:32 Uhr Kommentieren
Finanzaufseher fordern Nachbesserungen am Sicherungssystem der öffentlich-rechtlichen Finanzinstitute. Quelle: dpa
Sparkassen-Logo

Finanzaufseher fordern Nachbesserungen am Sicherungssystem der öffentlich-rechtlichen Finanzinstitute.

(Foto: dpa)

Die Europäische Zentralbank und die deutsche Aufsicht Bafin sehen Mängel im gemeinsamen Sicherungssystem von Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen: Sie monieren komplexe Entscheidungsprozesse und unklare Zuständigkeiten und haben Zweifel an der raschen Verfügbarkeit von Mitteln.

Das trifft die öffentlich-rechtlichen Finanzinstitute ins Mark. Das Sicherungssystem gehört zu ihrem Selbstverständnis und ist wesentlich für den Zusammenhalt der Gruppe. Es besagt, dass sie sich letztlich alle gegenseitig stützen. Im Zuge der so genannten Institutssicherung kann keine Sparkasse pleitegehen, somit sind auch die Spareinlagen komplett geschützt.

Das klingt zunächst einmal gut. Aber die Kritik der Aufseher ist berechtigt. Das zeigt sich besonders mit Blick auf die Landesbanken. Wie schwierig eine Stützung sein kann, hat zuletzt das Beispiel der NordLB offenbart.

Erst nach langen und zähen Verhandlungen kam der Rettungsplan zustande. Und in der Finanzkrise waren die Sparkassen mehrfach darauf angewiesen, dass Bundesländer als Co-Eigner der Landesbanken Milliardensummen bereitstellten. Der WestLB musste sogar der Bund beispringen. Dabei steht immer die Frage im Raum, ob die EU-Wettbewerbshüter solche Rettungsaktionen als illegale staatliche Beihilfe betrachten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Sparkassen sind gut beraten, keinen Raum für Zweifel an ihrem Willen und vor allem an ihrer Fähigkeit zur gegenseitigen Unterstützung zu lassen. Es ist nur folgerichtig, dass sie einen zusätzlichen Fonds starten sollen, um Institute in Notsituationen zu retten.

    Auf diesem Wege wären die Mittel zur Stützung kriselnder Häuser auf der einen Seite und für die gesetzlich vorgeschriebenen Absicherung von Spareinlagen auf der anderen Seite sauber getrennt.

    Dahinter mag aus Sicht der Regulierer zwar auch der Gedanke stehen, dass zwei separate Fonds es am Ende einfacher machen, eine gemeinsame europäische Einlagensicherung einzuführen – wogegen sich die Sparkassen bisher sträuben. Doch sie sollten sich damit anfreunden, dass zumindest eine abgespeckte Form der zentralen Einlagensicherung früher oder später ohnehin kommt.

    Mehr: Bafin und EZB fordern Umbau des Sicherungssystems.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Die Sparkassen stehen gut da – trotzdem ist die Kritik der Aufseher berechtigt
    0 Kommentare zu "Kommentar : Die Sparkassen stehen gut da – trotzdem ist die Kritik der Aufseher berechtigt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%