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Kommentar Die Stärke des Yuans wird irgendwann an eine Grenze stoßen

Die chinesische Währung hat in den vergangenen Monaten im Vergleich zum Dollar deutlich zugelegt. Derzeit sprechen mehrere Gründe für den Yuan.
12.10.2020 - 17:31 Uhr Kommentieren
Die chinesische Währung hat zuletzt deutlich zugelegt. Quelle: Bloomberg
100-Yuan-Scheine

Die chinesische Währung hat zuletzt deutlich zugelegt.

(Foto: Bloomberg)

Die chinesische Notenbank stemmt sich gegen eine weitere Aufwertung der heimischen Währung Yuan. Die People's Bank of China macht es für Investoren leichter, auf eine Abwertung zu wetten. Seit Ende Mai hat der Yuan um mehr als fünf Prozent gegenüber dem US-Dollar aufgewertet. Für die Stärke des Yuans gibt es mehrere Gründe.

So spricht viel dafür, dass China und andere asiatische Länder wie Südkorea oder Vietnam die Corona-Pandemie deutlich besser im Griff haben als die USA. Das sorgt dafür, dass sich auch die Wirtschaft besser erholt. Ökonomen erwarten, dass die chinesische Wirtschaft im dritten Quartal um über fünf Prozent wachsen wird und dass das Wachstum danach weiter zunimmt.

Chinas Wirtschaft profitiert außerdem von ihrer starken Ausrichtung auf den Tech-Sektor. Denn diesem ist Nutznießer des Digitalisierungsschubs durch die Coronakrise. Die Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft in China kommen vor allem diesem Bereich zugute.

Zudem leidet der Dollar tendenziell unter den sehr niedrigen Zinsen in den USA. Zu Beginn des Jahres lag dort der Leitzins noch zwischen 1,5 und 1,75 Prozent – inzwischen hat die US-Notenbank Fed ihn auf 0,25 bis null Prozent gesenkt.

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    Hinzu kommt, dass ein Sieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden bei den US-Präsidentschaftswahlen am 3. November immer wahrscheinlicher wird. Biden hat die von US-Präsident Trump verhängten Zölle gegen China kritisiert und angedeutet, zumindest teilweise einen anderen Kurs einschlagen zu wollen.

    Auch wenn sich unter seiner Führung an der China-kritischen Grundhaltung in den USA nichts ändern dürfte, könnte er hier für etwas Entspannung sorgen. Ein großes Problem in der Vergangenheit war, dass US-Präsident Trump sehr erratisch in seiner Chinapolitik war. Dadurch gab es an den Märkten hohe Unsicherheiten. Biden könnte hier mehr Berechenbarkeit schaffen. Das wäre eine gute Nachricht für den Yuan.

    Aktuell spricht daher viel für die chinesische Währung. Die jüngste Intervention der chinesischen Notenbank zeigt allerdings auch, dass eine weitere Aufwertung irgendwann an Grenzen stößt. Der Yuan ist nicht frei handelbar. Sollte er weiter stark aufwerten, könnte das Chinas Exportwirtschaft vor Probleme stellen. Daher dürfte die Notenbank sich einer zu starken Aufwertung entgegenstellen.

    Mehr: China stemmt sich gegen Aufwertung der Landeswährung

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