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Kommentar Die Stahlindustrie braucht die Hilfe der Politik

Die Stahlbranche kommt bei steigenden Klimakosten und sinkenden Preisen in eine gefährliche Lage. Helfen könnte ihr die Europäische Kommission.
09.01.2020 - 10:29 Uhr Kommentieren
Die europäische Stahlindustrie gilt als sauberste der Welt – trotz hoher absoluter CO2-Emissionen. Quelle: dpa
Stahlwerk

Die europäische Stahlindustrie gilt als sauberste der Welt – trotz hoher absoluter CO2-Emissionen.

(Foto: dpa)

Es ist ein Dilemma, in dem die europäischen Stahlhersteller für die nächsten Jahrzehnte stecken. Einerseits steigt der Investitionsdruck, um die eigenen Anlagen für die wachsenden Anforderungen an den Klimaschutz fit zu machen.

Andererseits geraten die Firmen gleichzeitig unter zunehmenden Preisdruck – auch weil die Nachfrage aus der Autoindustrie, der wohl wichtigsten Kundenbranche, auf absehbare Zeit nicht nennenswert steigen wird. Aus dieser ungemütlichen Lage kommt die europäische Stahlindustrie allein nicht heraus.

Zumal den Unternehmen die Flucht nach vorn in Fusionen oder Übernahmen verbaut ist. Hatte doch die EU-Kommission mit ihrer harten Haltung zum geplanten Deal zwischen Thyssen-Krupp und Tata klare Grenzen für eine Konsolidierung aufgezeigt.

So braut sich eine gefährliche Situation zusammen aus steigenden Kosten und sinkenden Preisen, die das Überleben der europäischen Stahlindustrie infrage stellt. Für die Unternehmen selbst, aber auch für das globale Klima und die gesamte Industrie in Europa hätte das dramatische Folgen.

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    Denn die europäische Stahlindustrie gilt trotz der immer noch hohen absoluten CO2-Emissionen als sauberste der Welt. Auch ist sie mit ihrer im Vergleich hohen Werkstoffkompetenz ein Innovationstreiber. So entwickeln beispielsweise Automobil- und Stahlhersteller in Partnerschaften spezielle Stähle für Fahrzeuge mit Elektroantrieben.

    Will die EU dieses Ökosystem erhalten, muss die Kommission eine langfristige Strategie entwerfen, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Stahlindustrie zu verbessern. Dazu zählt in erster Linie die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für die klimaneutrale Stahlproduktion inklusive der notwendigen Wasserstoff-Infrastruktur.

    Parallel dazu müssen die Brüsseler Wettbewerbshüter aber auch den Weg für Fusionen frei machen. Denn in einen Markt mit strukturellen Problemen will kein Konzern gern investieren – selbst wenn alle anderen Bedingungen stimmen.

    Mehr: Bei Thyssen-Krupp steht nach der gescheiterten Stahlfusion wieder alles auf Anfang. Auch die Aufspaltung ist vom Tisch. Nun sollen alle Sparten grundlegend voneinander getrennt werden.

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