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Thyssen-Krupp-Kokerei in Duisburg

Die Stahlindustrie muss die CO2-Emissionen drastisch reduzieren.

(Foto: AP)

Kommentar Die Stahlindustrie braucht die Hilfe der Politik

Die CO2-Vorgaben zwingen die Stahlhersteller zu drastischen Veränderungen. Der Abgang von Thyssen-Krupps Stahlchef zeigt: Der richtige Weg ist umstritten.
10.02.2020 - 10:23 Uhr Kommentieren

Die politischen Vorgaben, an denen sich die deutsche Stahlindustrie orientieren muss, sind klar: kein CO2-Ausstoß mehr ab 2050. Bis dahin müssen die Hersteller ihre Emissionen schrittweise reduzieren. Für eine Branche, die derzeit immerhin ein gutes Drittel aller industriellen Emissionen auf sich vereint, ist das eine große Herausforderung.

Mental sind die Stahlmanager schon in dieser Realität angekommen. Praktisch jeder Stahlkocher hat sich bereits mehr oder weniger auf den Weg gemacht, seine kohlebasierten Prozesse auf die klimaneutrale „Wasserstoffroute“ umzustellen.

Die Hochöfen in Duisburg, dem Saarland und in Salzgitter sollen langfristig verschwinden. Das ist grundsätzlich zu begrüßen – auch wenn es derzeit unsicher scheint, ob der Plan gelingen kann.

Mehr als 30 Milliarden Euro müssen die Konzerne in die Erneuerung ihrer Anlagen investieren, schätzt die Wirtschaftsvereinigung Stahl. Doch damit allein ist die Transformation noch lange nicht getan: Es braucht auch eine sichere und bezahlbare Versorgung mit erneuerbarer Energie, um den Wasserstoff in ausreichenden Mengen produzieren zu können.

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    Diese Voraussetzungen kann kein Unternehmen allein schaffen. Helfen kann nur die Politik. Sie schafft die Rahmenbedingungen, unter denen etwa mehr oder weniger neue Windkraftanlagen gebaut werden. Und nur sie kann die Verwender von Werkstoffen dazu motivieren, klimaneutrale Erzeuger stärker zu berücksichtigen.

    Ohne solche Planungssicherheit dürften die meisten Hersteller zu Recht die milliardenschweren Investitionen für die Dekarbonisierung scheuen – siehe das Beispiel Thyssen-Krupp, wo diese Frage offenbar mit zum Zerwürfnis zwischen der Führung der Stahlsparte und dem Konzernvorstand beigetragen hat.

    Der Neubau eines Stahlwerks hat einen Planungshorizont von Jahrzehnten. Wer also in 20 Jahren grünen Stahl will, muss langfristig denken – und schon heute die nötigen Weichen stellen.

    Mehr: Stahlchef Premal Desai muss gehen: Seine Investitionspläne waren dem Konzernvorstand offenbar zu aufwendig.

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