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Kommentar Die Trennung vom Kunststoffgeschäft war gut für Bayer

Die Ausstieg aus dem Kunststoffgeschäft stellt sich für den Konzern mehr und mehr als richtig heraus. Dazu kann man das Management beglückwünschen.
19.02.2020 - 17:10 Uhr Kommentieren
Der Konzern hätte heute zu leiden, wenn er die in der neu formierten Covestro AG eingebrachten Kunststoffe behalten hätte. Quelle: Reuters
Bayer

Der Konzern hätte heute zu leiden, wenn er die in der neu formierten Covestro AG eingebrachten Kunststoffe behalten hätte.

(Foto: Reuters)

Man kann der Bayer AG einiges vorwerfen, was die jüngste strategische Neuordnung betrifft. Die Fokussierung auf Pharma, Saatgut und Pflanzenschutzmittel sehen viele kritisch. Noch mehr stößt die 63 Milliarden Dollar teure Übernahme von Monsanto in der Öffentlichkeit und bei einigen Fonds auf Ablehnung.

Von den geerbten Rechtsrisiken, die Bayer wohl mit Milliardenbeträgen zugunsten der Kläger aus der Welt schaffen muss, ganz zu schweigen. Man kann das Management aber auch einmal beglückwünschen. Es zeigt sich mehr und mehr, dass der im Herbst 2014 beschlossene Ausstieg aus dem Kunststoffgeschäft der richtige strategische Schritt war.

Bayer hätte heute operativ zu leiden, wenn man die in der neu formierten Covestro AG eingebrachten Kunststoffe behalten hätte. Die Euphorie war anfangs groß, vor allem bei den Anlegern. Sie trieben die Covestro-Aktie nach der Abspaltung 2015 vom Ausgabepreis von 24 Euro auf mehr als 90 Euro.

Schließlich stieg der operative Gewinn rasant und stetig bis zum Rekordwert von 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2018. Danach mussten die Anleger lernen, dass die Herstellung von Kunststoffen ein zyklisches Geschäft ist – und noch dazu eines, in dem asiatische Chemiefirmen für immer stärkeren Preisdruck sorgen.

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    Die Folgen zeigen sich in dem Ergebnis von Covestro für das Geschäftsjahr 2019: Der bereinigte Betriebsgewinn hat sich auf 1,6 Milliarden Euro halbiert und wird in diesem Jahr weiter sinken. Als eigenständiger Konzern kann Covestro an der Börse dafür geradestehen – als Teil von Bayer aber hätte die Entwicklung den Konzernvorstand in Erklärungsnot gebracht.

    Bayer hat sich während der Hochphase von Covestro in Tranchen von der Beteiligung getrennt und die Aktien im Schnitt für 73 Euro verkauft. Ein guter Deal, denn heute notieren sie bei 40 Euro. Man kann darüber streiten, ob es gut war, die Milliardeneinnahmen in den Kauf von Monsanto zu stecken. Die Trennung vom Kunststoff war hingegen eindeutig richtig.

    Mehr: Die Corona-Krise kostet Covestro 60 Millionen Euro Gewinn.

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