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Kommentar Die Trennung vom Öl- und Gasgeschäft ist für BASF ein logischer Schritt

Die BASF-Führung beweist mit der Trennung vom Öl und Gas, dass sie zu einschneidenden Veränderungen bereit ist. Der Schritt passt in die Strategie.
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BASF trennt sich von seiner Öl- und Gastochter. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Mitarbeiter von Wintershall

BASF trennt sich von seiner Öl- und Gastochter.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Europas größtem Chemiekonzern BASF wird gern vorgeworfen, er verändere sich zu wenig und zu langsam. Diese Kritik liegt auch daran, dass BASF nicht so sehr den großen Knall mag, wie ihn beispielsweise Bayer mit dem Monsanto-Kauf gezündet hat.

Doch der nähere Blick zeigt, dass sich auch BASF strukturell ganz neu aufstellt. Das Unternehmen verschiebt seinen Fokus auf höherwertige Geschäfte, die weniger zyklisch sind und stabilere Erträge bringen.

In diese Entwicklung ist die nun vertraglich festgezurrte Trennung vom Öl- und Gasgeschäft einzuordnen, das in der Tochter Wintershall gebündelt ist. An dem mit DEA fusionierten Rohstoffkonzern wird BASF zwar zunächst die Mehrheit halten. Alle Signale zeigen jedoch, dass die Ludwigshafener mittelfristig aus dem Öl- und Gasgeschäft ganz aussteigen werden.

Zäsur für BASF

Das BASF-Management beweist mit der Trennung, dass es auch zu einschneidenden Veränderungen bereit ist. Für den Konzern ist der Schritt eine Zäsur: Seit mehr als 50 Jahren ist BASF im Öl- und Gasgeschäft tätig. Die dahinterliegende Logik war die, dass sich der Konzern mit den für die Chemie entscheidenden Rohstoffen selbst versorgen kann. Es passte in die Strategie, von der Rohstoffquelle bis zum Kunststoff die Wertschöpfung überwiegend selbst zu bestreiten.

Doch das kann und muss BASF heute nicht mehr leisten. Zum einen, weil das konzerninterne Hedging bei Öl und Gas über die Jahre eine immer geringere Rolle eingenommen hat. Zum anderen passt es nicht mehr in die Strategie, denn die geht in Richtung Spezial- und Feinchemie. Die Übernahme der Pflanzenschutz- und Saatgutgeschäfte, die Bayer wegen Monsanto abgeben musste, ist dafür ein sehr deutliches Signal.

Für den Fokus auf höherwertige Geschäfte wird BASF weitere Kraft brauchen, um im Wettbewerb mit den neuen Konkurrenten aus Asien und dem Nahen Osten mithalten zu können. Die Trennung vom Öl- und Gasgeschäft ist daher für BASF der richtige Schritt.

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