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Kommentar Die UBS ist trotz ihres Milliardengewinns nicht unverwundbar

Die Schweizer Bank muss beweisen, dass ihre Strategie auch in schlechten Zeiten funktioniert. Der Ausblick für das laufende Jahr macht wenig Hoffnung.
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Die schweizerische Großbank hat im vergangenen Jahr fünf Milliarden Euro verdient. Quelle: picture alliance/KEYSTONE
UBS

Die schweizerische Großbank hat im vergangenen Jahr fünf Milliarden Euro verdient.

(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Auf den ersten Blick wirkt es paradox: Obwohl die Schweizer Großbank UBS im vergangenen Jahr rund fünf Milliarden Dollar verdient hat, wurde sie am Dienstag von Aktionären abgestraft.

Denn auch wenn sich Bankchef Sergio Ermotti sichtlich mühte, die Erfolge der Bank ins Schaufenster zu stellen, fielen die Zahlen doch enttäuschend aus – und auch der Ausblick für das laufende Jahr macht wenig Hoffnung.

Für einen Abgesang auf die größte Bank der Schweiz ist es aber zu früh. Noch kann die UBS beweisen, dass ihre Strategie auch in schlechten Zeiten funktioniert – doch das fordert schwierige Entscheidungen.

Der Tessiner Ermotti und der deutsche Verwaltungsratschef Axel Weber hatten die Investmentbank der UBS geschrumpft und die Vermögensverwaltung kräftig ausgebaut. Während die Gewinne der Investmentbanker stark schwanken, verspricht die Vermögensverwaltung stabilere Erträge.

Zudem bindet das Geschäft viel weniger Eigenkapital. Mit dem Totalumbau zum Vermögensverwalter wollten sich die Schweizer auf ihre alten Stärken besinnen.

Bislang ging die Rechnung auf. Während die Konkurrenz – darunter auch die Deutsche Bank – darbte, konnte die UBS milliardenschwere Gewinne ausweisen. Die Strategie gilt als Erfolg. Doch kugelsicher wurde das Institut durch den Umbau nicht.

Das zeigen die Zahlen der vergangenen Monate deutlich: Aufgeschreckt von den Turbulenzen an den Märkten, zogen die Anleger viele Milliarden bei der Bank ab, auch der Vorsteuergewinn ging deutlich zurück.

Wenn sich die Konjunktur weiter eintrübt und die Börsen nachgeben, droht der UBS ein Stresstest der anderen Art. Die Bank muss die Kosten senken, darf die reiche Kundschaft dabei aber nicht vergraulen. Ermotti und sein Team haben gezeigt, dass sich mit der Vermögensverwaltung in guten Zeiten gutes Geld verdienen lässt. Jetzt müssen sie beweisen, dass ihnen dieses Kunststück auch in einem turbulenten Umfeld glückt.

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