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Wer seine Karte zum Bezahlen an ein kleines Terminal hält, nutzt indirekt den Service von Zahlungsdienstleistern.

(Foto: dpa)

Kommentar Die Übernahme von Worldpay zeigt, dass nur Größe sich auszahlt

FIS übernimmt Worldpay für 43 Milliarden Dollar, die Konsolidierung der Zahlungsdienstleister ist nicht aufzuhalten. Wer nicht mitspielt, verliert.
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Handelsstreit und eine schwächelnde globale Wirtschaft? Was Autobauern, Banken, Maschinenherstellern und vielen anderen Branchen seit Monaten Sorgen bereitet, schreckt die Zahlungsdienstleister nicht. Der Finanzdienstleister Fidelity National Information Services (FIS) übernimmt den Zahlungsabwickler Worldpay für insgesamt 43 Milliarden Dollar inklusive Schulden, wie die Unternehmen am Montag bekannt gaben.

Es ist der bislang größte Deal in der schnell wachsenden Welt der elektronischen Zahlungen, und er erfährt viel Aufmerksamkeit. Zu Recht.

Hier entstehen neue, mächtige Großkonzerne. Sie sind zwar nicht so angesagt wie Apple oder Amazon, weil sie vor allem im Hintergrund agieren. Doch jeder, der online einkauft oder seine Kreditkarte zum Bezahlen an ein kleines Terminal hält, wird deren Dienste indirekt in Anspruch nehmen.

Für die meisten Einzelhändler sind die Dienstleister heute längst genauso wichtig wie eine Zusammenarbeit mit Mastercard und Visa. Dass ihre Dienste richtig funktionieren, ist wichtig für globale Zahlungsströme.

Der Megadeal zwischen FIS und Worldpay wird nicht der letzte sein. Die Umsätze der Zahlungsdienstleister werden weltweit bis 2027 auf 2,4 Billionen Dollar steigen, wie aus einer Studie der Boston Consulting Group hervorgeht. Jetzt ist die Zeit, um sich strategisch für die Zukunft zu positionieren. Das Geschäft ist margenarm und hart umkämpft.

Daher gilt: Größer ist besser. Um Gewinne zu machen und genügend Mittel zu erwirtschaften, um in immer neue Technologien investieren zu können, wird es wichtiger werden, einen möglichst großen Marktanteil abzugreifen.

Auch Börsengänge werden in den kommenden Monaten zunehmen. Italiens Zahlungsdienstleister Nexi drängt an den Kapitalmarkt, wie ebenfalls am Montag bekannt wurde. Eine Reihe anderer Unternehmen der Branche hat Ähnliches vor. Möglicherweise ist auch das nur ein erster Schritt auf dem Weg zu weiteren Fusionen.

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