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Kommentar Die Umbenennung von MyTaxi ist die merkwürdigste Entscheidung der Marketinggeschichte

Die App MyTaxi heißt jetzt Free Now. Das beweist: Marketingexperten sollte man nicht zu viel nachdenken lassen.
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Der Dienst heißt künftig Free Now. Quelle: mytaxi
MyTaxi-App

Der Dienst heißt künftig Free Now.

(Foto: mytaxi )

Die Idee ist eigentlich gut: Die App MyTaxi will ihren Nutzern neben Taxis weitere Mobilitätsangebote vermitteln. Auch Elektroroller und Mietwagen mit Fahrer sollen Kunden in Zukunft über die beliebte App auf dem Smartphone buchen können, ähnlich wie bei den US-Plattformen Uber und Lyft. Für ein derart erweitertes Angebot kann auch ein neuer Name durchaus sinnvoll sein. Doch da fangen die Probleme an.

Denn aus der beliebten und bekannten Marke MyTaxi wird jetzt Free Now – und das ist sicher eine der merkwürdigsten Entscheidungen der jüngeren Marketinggeschichte. Damit wird nicht nur ein etablierter und greifbarer Name durch zwei inhaltsleere Anglizismen ersetzt.

Die neue Marke führt zudem in die Irre: Bei Twitter fragen sich Kunden seit Tagen, was denn nun künftig kostenlos sei. Taxifahren jedenfalls nicht, stellen viele von ihnen lakonisch fest.

Doch ein solches Re-Branding wäre keines ohne allerhand blumige Erklärungen für den neuen Namen: MyTaxi ist Teil eines Gemeinschaftsunternehmens von BMW und Daimler, zu dem auch der Carsharing-Dienst Share Now (ehemals Car2Go) und DriveNow zählen. Daher das „Now“. Und für das „Free“ haben die Marketingleute ganz tief in die Floskelkiste gegriffen: „Freedom of mind und die Reduktion von Stress“ ist das neue Motto.

Bleibt die Frage, wie lange eine hochbezahlte Agentur brainstormen musste, um schließlich selbst zu glauben, dass Nutzer diesen Zusammenhang verstehen.

Und da haben wir noch nicht über das neue Logo gesprochen, das wirkt wie ein abgeknicktes, mathematisches Wurzelzeichen. Schon in den 80er-Jahren hätte das alt ausgesehen.

Dabei ist die Idee an sich richtig. Uber und Lyft wollen ebenfalls zu übergreifenden Plattformen für die unterschiedlichsten Arten von Stadtverkehr werden. Auf diese Angreifer ist eine europäische Antwort dringend gefragt. Nur sinken deren Chancen, wenn sie etwa so zeitgemäß daherkommt wie eine Befreiungskampagne für Nelson Mandela.

Mehr: Die Autohersteller kommen mit ihren Shuttle-Angeboten voran. VW siegt vor Gericht, BMW und Daimler starten Free Now. Der Konkurrent sitzt in den USA.

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  • Der Anbieter der das entwickelt hat heißt Intelligent Apps😂👎

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