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Kommentar Die „unentdeckten Perlen“ am Aktienmarkt sind eine Mär

Die angeblich vernachlässigten Aktien gibt es an den Börsen immer seltener. Bei Kleinwerten droht heutzutage zudem die Gefahr der Kursmanipulation.
07.02.2020 - 15:06 Uhr Kommentieren
Werte im Dax werden jederzeit genau beobachtet. Quelle: Bloomberg
Kurse an der Frankfurter Börse

Werte im Dax werden jederzeit genau beobachtet.

(Foto: Bloomberg)

Die Story wird am Aktienmarkt seit langer Zeit gerne erzählt: Anleger sollten nach vernachlässigten Papieren suchen. Die böten besondere Renditechancen. Denn wenn deren Potenzial plötzlich von der breiten Messe entdeckt werde, dann sei das mögliche Kursplus immens. Vorausgesetzt, man ist bei denen, die die Aktie zuerst entdeckt haben.

In der Theorie hört sich diese Strategie exzellent an. Und es finden sich auch zahlreiche Beispiele in der Historie, bei denen das hervorragend funktioniert hat.

Das Kernproblem daran ist jedoch, dass die meisten Aktien zurecht soviel wert sind, wie sie an der Börse notieren. Die breite Masse der Anleger billigt ihnen genau diesen Preis zu. Wer dennoch anderer Meinung ist, ist in diesem Punkt zumindest Außenseiter.

Im Zeitalter nahezu omnipräsenter und jederzeit verfügbarer Informationen wird es zudem immer schwerer, Aktien mit unentdecktem Potenzial zu finden. Gerade bei den Schwergewichten im Dax und Dow Jones ist das nicht mehr möglich. Dutzende Großinvestoren und Analysten beobachten diese Werte. Die Hauptarbeit bei der Auswertung der Daten geschieht schon heute maschinell. Angesichts Künstlicher Intelligenz wird dieser Trend noch deutlich zunehmen.

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    Tendenziell einfacher wird die Strategie der unentdeckten Perlen, je kleiner die Aktien werden. Analysten beobachten die so genannten Small Caps schon lange kaum mehr. Zu sehr wurde in der Branche in den vergangenen Jahren Personal eingespart. Ein Informationsvorteil ist für Anleger hier zumindest theoretisch möglich.

    Erschwerend kommt bei kleineren Werten allerdings hinzu, dass oftmals ungefiltert Meinungen im Netz publiziert werden, deren Wahrheitsgehalt nicht immer zu erkennen ist. Außerdem helfen auch hier inzwischen Maschinen, die informieren, aber auch manipulieren. Auf heftige Kursausschläge müssten Anleger somit vorbereitet sein. Ansonsten kann bei der Suche nach vernachlässigten Aktien schnell ein gewaltiger Verlust entstehen.

    Angesichts dieses Risikos wird es deshalb Zeit, sich von einer traditionsreichen Börsenstrategie zu verabschieden. Unentdeckte Perlen gibt es an der Börse so gut wie keine mehr. Sonst hätte sie längst jemand entdeckt.

    Mehr: Nie zuvor besaßen fünf großen US-Technologiefirmen so viel Gewicht an der Börse. Für Anleger ist das gefährlich. Alphabet, Facebook und Co. gehören gestutzt, meint Ulf Sommer.

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