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Kommentar Die verkehrspolitische Ignoranz muss ein Ende haben

Auch wenn das ganz große Chaos zum Ferienstart ausblieb, darf keine Entwarnung gegeben werden. Die Politik muss in den Flugverkehr investieren.
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Der Start der Osterferien verlief an den meisten Flughäfen in Deutschland reibungslos. Quelle: dpa
Flughafen Hannover

Der Start der Osterferien verlief an den meisten Flughäfen in Deutschland reibungslos.

(Foto: dpa)

Weitgehend normale Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen, eine unauffällige Zahl an Flugverspätungen und -ausfällen. Der deutsche Luftverkehr scheint zu funktionieren. Nur der chronisch überlastete Berliner Flughafen Tegel „tanzt“ bisher aus der Reihe.

Kaum war die Schule aus, brach hier am vergangenen Freitag das Chaos aus. Aber sonst verlief der Beginn der Osterferien ohne große Verwerfungen.

Waren also die Warnungen vor einem neuerlichen Chaosjahr in der Luftfahrt nach dem Desaster 2018 übertrieben? Mitnichten! Am kommenden Donnerstag, dem sogenannten Gründonnerstag, kommt die nächste Bewährungsprobe. Und die großen Sommerferien müssen auch noch bewältigt werden.

Vor allem aber: Dass es bisher weitgehend reibungslos lief, ist einem gewaltigen Kraftakt zu verdanken. Airlines und Airports haben in die Flugpläne große Puffer eingebaut. Die Dienstleister haben alles an Personal aufgeboten, was verfügbar war. Bis in den Herbst hinein ist dieses Niveau kaum zu halten. Und noch gibt es keine störenden Gewitter oder Streiks. Doch die kommen.

Keiner sollte sich also in Sicherheit wiegen – erst recht nicht die Politik. Der Ausreißer Tegel zeigt, woran es im deutschen Luftverkehr krankt: an einem politischen Konzept für den Luftverkehr, verbunden mit den daraus abgeleiteten Investitionen in die Infrastruktur.

Das Motto lautet: Augen zu und durch. Vielleicht hoffen die politisch Verantwortlichen auf die sich abzeichnende Rezession. Ein schwaches oder gar kein Wirtschaftswachstum könnte am überlasteten Himmel tatsächlich für Entlastung sorgen. Doch darauf zu setzen ist ein Trugschluss.

Die Erfahrung lehrt: Der Luftverkehr ist die Branche, die nach einer wirtschaftlichen Schwächephase als erste und mit viel Schwung wieder durchstartet. Es wäre deshalb fatal, die schon längst fälligen Investitionsentscheidungen noch länger aufzuschieben. Die verkehrspolitische Ignoranz muss ein Ende haben – und zwar jetzt und sofort.

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