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Kommentar Die Vision von Elliott für AT&T ist kurzsichtig

Mit seiner Kritik an der Strategie des AT&T-Konglomerats hat der aktivistische Hedgefonds-Investor Elliott nur den schnellen Gewinn im Blick.
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Das Konglomerat bekommt Druck vom Hedgefonds-Investor Paul Singer. Quelle: AP
AT&T

Das Konglomerat bekommt Druck vom Hedgefonds-Investor Paul Singer.

(Foto: AP)

Wenn Elliott anklopft, zittern die Vorstände. Seit diesem Montag zittert der langjährige AT&T-CEO Randall Stephenson. Dort stellt der aktivistische Hedgefonds-Investor Paul Singer nämlich gerade dessen gesamte Strategie infrage, vom Mobilfunksendemast bis zum Filmstudio alles in einer Hand zu haben.

Singer findet, AT&T sollte sich lieber ganz auf sein Mobilfunkgeschäft konzentrieren. Außerdem habe der Telekomkonzern zu viel für seine Übernahmen bezahlt.

Tatsächlich kann man sich fragen, ob der Satelliten-Fernsehanbieter DirecTV wirklich 67 Milliarden Dollar wert war. Oder ob der Preis von 85 Milliarden Dollar für Time Warner zu hoch war. Aber das Geld ist nun einmal weg.

Daran kann auch Singer nichts mehr ändern. Jetzt einfach durch kurzsichtige Verkäufe den Aktienkurs nach oben zu treiben klingt nicht nach einer Strategie für AT&T, sondern nach der Strategie eines offenkundig auf den schnellen Profit fokussierten Investors.

In Zeiten, in denen Mobilfunkpreise fallen, Festnetzkunden kündigen und Streamingdienste boomen, kann es durchaus Sinn machen, auch die Inhalte zu produzieren, die über verschiedene Kanäle vertrieben werden.

Das war die Logik hinter der Übernahme von Time Warner, zu dem CNN und HBO ebenso gehören wie die Studios von Warner Bros. Bisher hatte AT&T noch nicht einmal genug Zeit auszuprobieren, ob das neue Modell mit der gesamten Lieferkette bis hin zum Vertrieb zum Endkunden funktioniert. Es zu diesem Zeitpunkt schon wieder aufzubrechen wäre verrückt.

Hinzu kommt, dass Singer mit seinen Vorschlägen in der Vergangenheit nicht immer richtiglag. Das zeigt der Fall Arconic: Dort hat der Börsenkurs nach dem von Elliott geförderten Abgang des CEOs Klaus Kleinfeld verloren und nicht wie versprochen neue Höhen erklommen. Elliott hat kein Geheimrezept für den langfristigen Erfolg von Unternehmen und manchmal auch keins für den schnellen Profit.

Mehr: Der Hedgefonds steigt beim US-Telekommunikationsriesen ein – und richtet direkt Forderungen an AT&T. An der Börse kommt das sehr gut an.

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