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Kommentar Die wahre Gefahr für die Tech-Riesen steckt nicht in ihren Zahlen

Apple, Amazon, Alphabet und Facebook sind so dominant wie nie. Für ihre Zukunft sind Kartellprozesse wichtiger als kleine Wachstums-Zipperlein.
30.10.2020 - 17:37 Uhr Kommentieren
Die Techkonzerne zählen zu den großen Profiteuren der Coronakrise. Quelle: AFP
Das Logo von Google

Die Techkonzerne zählen zu den großen Profiteuren der Coronakrise.

(Foto: AFP)

San Francisco Nun sogar Alphabet: Der Google-Mutterkonzern zählte im Sommerquartal noch nicht zu den Technologiekonzernen, die vom Digitalisierungsschub durch die Corona-Pandemie profitieren. Dass Fluglinien und Hotelketten ihre Werbung stark kürzten, traf Googles Profitmaschine damals hart.

Nun übertraf das Unternehmen aus Mountain View alle Analystenerwartungen: Mit 46,2 Milliarden Dollar lag Alphabets Umsatz mehr als drei Milliarden Dollar über dem Durchschnitt der Analystenschätzungen.

Big Tech scheint unverwundbar: Die Corona-Pandemie hat Apple, Amazon, Alphabet und Facebook weit mehr genutzt als geschadet: Amazon im Onlinehandel, Apple durch steigende Laptop-Verkäufe. Doch obwohl im dritten Quartal Ausgangssperren und Reiseeinschränkungen gelockert wurden, wuchsen Umsätze und Gewinne weiter.

Dass ihre Aktien bis auf Alphabet am Tag nach der vierfachen Zahlenpräsentation trotzdem fielen, sagt weniger über die Gesundheit der Konzerne als über die Anleger aus. Nicht nur Erwartungen, auch übertroffene Erwartungen preisen sie bereits ein.

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    Die Apple-Aktie etwa litt, weil der iPhone-Umsatz unter den Erwartungen lag und Apple keine Prognose für das Weihnachtsquartal gab – allerdings steht das Upgrade zum iPhone 12 an, dessen Verkäufe bestens anlaufen sollen. Den Märkten wenig versprechen und dann Erwartungen übertreffen war zuletzt Apples Markenzeichen.

    Vor einigen Jahren galt die Abhängigkeit vom gesättigten Smartphone-Markt noch als Apples Schwäche. Nun stolpert die Aktie, obwohl andere Produkte und Services die Schwäche mehr als kompensieren können. Solche Probleme hätten andere Konzerne in der tiefsten Rezession seit Jahrzehnten gern.

    Wenn Techkonzerne aktuell überhaupt jemanden fürchten müssen, dann die Wettbewerbshüter. Da sitzen die Billionen-Unternehmen überraschend häufig in demselben Boot: Das US-Verfahren gegen Google richtet sich gegen die Milliardenzahlung an Apple, weil Google auf dessen Geräten als Suchmaschine voreingestellt ist.

    Ähnlich ein Verfahren des deutschen Bundeskartellamts, das auf eine Kooperation zwischen Amazon und Apple zielt. Eine einzelne Maßnahme könnte gleich mehrere Konzerne treffen.

    Anleger sollten die Gefahren für Big Tech nicht in deren Zahlenwerken suchen. Wirtschaftlich sind die Konzerne dominant wie eh und je. Die wahre Gefahr für ihre Bewertungen geht von den Kartellbehörden aus.

    Mehr: Das US-Verfahren gegen Google hat große Schwächen – der Druck auf Big Tech wächst dennoch weiter

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