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Kommentar Die Wall Street wird das Paket „Apple One“ lieben – die Kartellwächter nicht

Der iPhone-Hersteller will Nutzer mit einer Art Super-Abo noch enger an sich binden. Die Bedenken der Wettbewerbshüter dürften allerdings wachsen.
16.09.2020 - 16:47 Uhr Kommentieren
Apple One: Die Wall Street wird das Paket lieben Quelle: AP
Apple-Logo

Der Tech-Konzern baut schon seit einigen Jahren das Service-Geschäft aus.

(Foto: AP)

Die wichtigste Nachricht dreht sich nicht um ein neues Gerät: Apple hat bei der Neuheiten-Show am Dienstag angekündigt, die eigenen digitalen Dienste zu einem Paket zu bündeln. Ab rund 15 Euro monatlich bekommen Nutzer mit „Apple One“ Musik, Spiele, Filme und Serien, obendrauf zusätzlichen Speicherplatz in der Cloud. Für einen Aufpreis soll es auch Fitnesskurse für den Bildschirm geben.

Damit will Apple die – ohnehin loyalen – Nutzer noch enger an sich binden. Zu dem Umsatz aus dem Verkauf von Smartphones, Tablets und Zubehör sollen immer mehr regelmäßige und planbare Einnahmen aus Abos kommen. Es spricht viel dafür, dass dieses Kalkül aufgeht. Was an der Wall Street auf Zustimmung stößt, dürfte bei Kartellbehörden indes für neue Bedenken sorgen. Das ist bei dieser Strategie kaum vermeidbar.

Schon seit einigen Jahren erzählt Apple den Aktionären eine neue Wachstumsstory, in der die Services eine wichtige Rolle spielen. Das ist auch nötig: Der Elektronikhersteller ist zwar dank des iPhone zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt geworden. Aber das Potenzial scheint ausgeschöpft. Und andere Produkte wie PCs, Tablets und Wearables sind zwar lukrativ, die Märkte aber um Größenordnungen kleiner.

Rund um die Geräte mit dem Apfel-Logo hat Apple aber einen Klub aufgebaut: Wer einmal eintritt, bleibt dort – und gibt immer wieder Geld aus. Für Apps, Musik und Videos, für Zubehör oder weitere Hardware. Und nach einiger Zeit auch für ein neues iPhone oder einen neuen Mac. Die Kundentreue ist hoch.

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    Das stützt den Aktienkurs doppelt. Zum einen erschließt sich ein neues Geschäftsfeld – im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz der Sparte um mehr als 16 Prozent auf 46,3 Milliarden Dollar, wobei der Umsatz mit Apps darin enthalten ist. Zum anderen bewertet die Börse Unternehmen mit planbarem Geschäft höher. Die Rally in diesem Jahr hat nicht zuletzt damit zu tun.

    Die Chancen stehen gut, dass Apple mit dem Service-Geschäft weiterwächst. Die einzelnen Dienste haben zwar Schwächen – der Vergleich von Apple TV+ und Netflix zeigt das deutlich. Die Pakete dürften zu diesen Preisen aber einen Teil der Kundschaft überzeugen. Ähnlich wie beim Abodienst Amazon Prime gilt: Die Mischung macht’s, und Bequemlichkeit siegt.

    Allerdings macht Apple immer mehr Unternehmen, die ihre Dienste über iPhone und iPad anbieten, mit eigenen Produkten Konkurrenz. Ob Musik, Spiele oder Fitness, der Gerätehersteller mischt mit – und nutzt die Kombination aus Hardware, Software und Diensten zu seinem Vorteil. Spotify hat bereits einen Missbrauch einer „marktbeherrschenden Stellung“ moniert. Gut möglich, dass mit der Kundenbindung auch die Bedenken der Wettbewerbshüter wachsen.

    Mehr: Das große Apple-Abo – eine Analyse

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