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Kommentar Die Wegwerfmentalität könnte aus der Mode kommen

Nach vielen etablierten Anbietern bekommt nun auch der Discounter Primark Probleme. Das könnte ein gutes Zeichen für die Modebranche sein.
20.03.2019 - 08:59 Uhr Kommentieren
Primark: Die Wegwerfmentalität könnte aus der Mode kommen Quelle: Reuters
Primark-Filiale in London

Die sogenannten Fast-Fashion-Anbieter hatten es jahrelang geschafft, ihre Kunden durch schnelle Kollektionswechsel und niedrige Preise zum regelmäßigen Kauf zu verführen.

(Foto: Reuters)

Bisher gab es ein klares Muster in der Modebranche: Die Krise trifft das mittlere Preissegment, wo sich unzählige verwechselbare und schlecht gepflegte Marken tummeln, von Esprit über Gerry Weber bis Tom Tailor. Die Luxusmarken und die Discounter, so die Überzeugung, sind die Gewinner.

Doch nun wird immer klarer, dass die Probleme viel tiefer gehen. Schon die gerade vorgelegten Zahlen für die gesamte Textilbranche belegen, dass Wachstum immer schwieriger wird. So sind im vergangenen Jahr die Umsätze der Händler in Deutschland um 1,5 Prozent zurückgegangen. Und für dieses Jahr sind die Prognosen auch nicht viel positiver.

Es zeigt sich in aller Deutlichkeit: Der Konsument ist übersättigt, die Kleiderschränke sind übervoll. Dazu kommt, dass viele junge Kunden aktuellen Umfragen zufolge ihr Geld lieber für Erlebnisse wie Reisen oder Restaurantbesuche ausgeben als für Markenklamotten. Auch der Trend zu mehr Nachhaltigkeit bremst den schnellen Austausch der Kleidung.

Ein T-Shirt für drei Euro

Das spüren jetzt sogar die sogenannten Fast-Fashion-Anbieter, also Unternehmen wie Primark oder H&M, die es viele Jahre mit großem Erfolg geschafft hatten, ihre Kunden durch schnelle Kollektionswechsel und niedrige Preise zum regelmäßigen Kauf zu verführen, nach dem Motto: Wenn ein T-Shirt nur drei Euro kostet, ist es auch nicht schlimm, wenn man es nur zweimal trägt.

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    Wenn jetzt Primark die Ladenflächen in Deutschland verkleinert, weil der Umsatz nicht mehr wächst, und auf neue Märkte wie Osteuropa und die USA ausweicht, kann man das natürlich als Signal dafür sehen, dass auch im Discountsegment die Konkurrenz schärfer wird. Schließlich suchen jetzt selbst traditionelle Händler wie C&A in ihrer Not das Heil im Billigsegment.

    Es könnte aber auch einfach ein Anzeichen dafür sein, dass die Kunden langsam zur Vernunft kommen – und die Wegwerfmentalität aus der Mode kommt.

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