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Kommentar Die wenigen Frauen in der Führung sind ein Offenbarungseid für Familienunternehmen

Familiengeführte Firmen schneiden schlechter ab als Dax-Konzerne, wenn es um die weibliche Führung geht. Der öffentliche Druck wird sie zum Umdenken zwingen.
10.06.2020 - 14:17 Uhr Kommentieren
Die Chefin des Maschinenbauers Trumpf gehört zu den wenigen Frauen, die ein Familienunternehmen leiten. Quelle: dpa
Nicola Leibinger-Kammüller

Die Chefin des Maschinenbauers Trumpf gehört zu den wenigen Frauen, die ein Familienunternehmen leiten.

(Foto: dpa)

Es sind verheerende Zahlen, die die Allbright-Stiftung präsentiert: In den 100 größten Familienunternehmen sind nicht einmal sieben Prozent der Geschäftsführer weiblich. Dass es gerade den Familienunternehmen mit ihrer vorgetragenen gesellschaftlichen Verantwortung nicht gelingt, weibliche Chefs zuzulassen, ist ein Offenbarungseid.

Schließlich zieht bei ihnen das ewige Argument nicht, es gebe zu wenige für Führungsfragen geeignete Frauen. Denn Unternehmerfamilien verfügen durchaus über weibliche Nachkommen, die früh einen engen Draht zur Firma haben und somit viel häufiger in dessen obersten Gremien vertreten sein könnten.

Doch scheint in der Führung der Unternehmen die Botschaft noch nicht angekommen zu sein, dass Diversität – und zwar nicht nur die der Geschlechter, sondern jegliche Diversität – die Innovationskraft und Arbeitsatmosphäre stärkt. Wie viele Studien muss es noch geben, die einhellig belegen, dass Diversität am Ende auch die Profitabilität erhöht?

Die Familienunternehmen wissen es selbst: Tradition funktioniert nur, wenn man zugleich wandlungsfähig ist. Viele haben zum Teil über Jahrhunderte hinweg ihre Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft unter Beweis gestellt. Dass gesellschaftliche Veränderungen dabei auch eine Variable sind, wollten sie aber offenbar nicht so recht wahrhaben. Man denke nur daran, wie viele von ihnen die virale Kraft der Klimaaktivisten unterschätzt haben.

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    Nun sagen tatsächlich einige Unternehmer, sie hätten damit gerade alle Hände voll zu tun, da müsste das Thema Diversität eben hinten anstehen. Das ist ein Fehler. Jedes Unternehmen sollte diese Themen zugleich angehen und die Chancen der Diversität nutzen, denn dann hat es im Wettbewerb Vorteile.

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    Die Coronakrise hat gezeigt: Firmen, die die Digitalisierung auf die lange Bank geschoben haben, geraten jetzt in Nöte. Wer sich nun als Klimakiller oder Männerklub geriert, wird mit aller Wucht der sozialen Medien spüren, dass man in den heutigen Geschäftsmodellen die Kunden und die Gesellschaft einbinden muss. Und beide bestehen nicht nur aus weißen Männern.

    Mehr: Führung von Familienunternehmen: Kaum Chancen für Frauen

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