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Kommentar Die Zeiten für Anleiheinvestoren werden härter – doch das ist kein Grund zur Panik

Derzeit gibt es eine Menge, was Anleiheanlegern Sorgen machen kann. Doch ein Crash ist nicht zu befürchten.
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Die Kurse der Zinspapiere des Mischkonzerns sind in den vergangenen Wochen um bis zu 20 Prozent eingebrochen. Quelle: Reuters
General Electric

Die Kurse der Zinspapiere des Mischkonzerns sind in den vergangenen Wochen um bis zu 20 Prozent eingebrochen.

(Foto: Reuters)


Es ist ein Schock für Anleiheinvestoren. Die Kurse der Zinspapiere des Mischkonzerns General Electric sind in den vergangenen Wochen um bis zu 20 Prozent eingebrochen. Grund dafür waren der milliardenschwere Verlust der einstigen Industrie-Ikone und die Herabstufungen der Ratingagenturen. Mit Noten von „BBB“ bewerten die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit von General Electric aber immer noch als ordentlich.

Dass die Investoren dennoch in Panik gerieten, zeigt, wie nervös sie inzwischen geworden sind. In der Tat gibt es eine Menge, was Anleiheanlegern Sorgen machen kann: Die Weltwirtschaft schwächt sich ab. Die Unternehmen haben in diesem Jahr reihenweise Gewinnwarnungen veröffentlicht.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist nicht gelöst. Dazu kommt: Die Notenbanken – jahrelang eine Stütze des Anleihemarkts – ziehen sich mehr und mehr zurück. Gleichzeitig haben sich die Unternehmen mehr und mehr verschuldet. Geraten sie ohne Schützenhilfe der Notenbanken in massive Schwierigkeiten?

Die Antwort ist nein. Trotz all dieser Sorgen ist Panik fehl am Platz. Die Weltwirtschaft steht noch nicht am Abgrund einer Rezession. Die bislang absehbaren Belastungen durch die bislang verhängten Handelszölle reichen nach Ansicht von Ökonomen wie denen der Dekabank nicht aus, um einen Wirtschaftsabschwung abzulösen.

Und die Notenbanken werden anders als in früheren Zeiten nicht durch eine stark steigende Inflation zum Handeln gezwungen. Von daher können sie den Straffungskurs zumindest aussetzen, wenn die Gefahren für die Konjunktur zu groß werden. Für Anleiheinvestoren sind zudem sinkende Gewinne nicht schlimm, solange die Unternehmen in der Lage sind, ihre Schulden zu bedienen.

Das heißt nicht, dass Anleiheinvestoren ein gutes Jahr bevorsteht. Im Gegenteil: Die Kurse dürften noch etwas weiter fallen. Aber nicht massiv. Ein Crash am breiten Markt wie bei den Anleihen von General Electric steht nicht zu befürchten.

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