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Kommentar Die Zinskurve signalisiert eine weitere Erholung der Konjunktur

Die Zinskurve etwa von US-Staatsanleihen gilt als verlässlicher Frühindikator bei Rezessionen. Doch bietet sie aktuell Anlass zu Optimismus.
30.08.2020 - 17:22 Uhr Kommentieren
Die Zinskurve signalisiert Optimismus bei Investoren. Quelle: AP
Handel an der Wall Street

Die Zinskurve signalisiert Optimismus bei Investoren.

(Foto: AP)

Frankfurt Bei der Prognose von Rezessionen wird der Zinskurve eine große Treffsicherheit zugeschrieben. Die Zinskurve bildet die Rendite etwa für US-Staatsanleihen oder deutsche Bundesanleihen über alle Laufzeiten hinweg ab. Von einer inversen Zinskurve sprechen Finanzprofis, wenn die kurzfristigen Zinsen höher sind als die langfristigen. Dies gilt als Zeichen, dass eine Rezession bevorsteht.

Eine globale Pandemie lässt sich durch eine inverse Zinskurve nicht vorhersagen. Trotzdem hält die Zinskurve die gute Trefferquote auch in der jüngsten Rezession: Kurz vor dem Ausbruch der Coronakrise drehte sie ins Minus. Doch inzwischen signalisiert die Zinskurve die Rückkehr zur Normalität. Der Renditeabstand zwischen der zweijährigen und der zehnjährigen Rendite in den USA liegt bei rund 0,6 Prozentpunkten – das entspricht etwa dem historischen Durchschnitt.

In Deutschland ist die Zinskurve noch bis in den Laufzeitbereich von drei Jahren invers. Doch die Zwei-Jahres-Zehn-Jahres-Kurve, die das Verhältnis von zweijährigen zu zehnjährigen Zinsen abbildet, ist zuletzt immer steiler geworden. Auch in Deutschland sind die langfristigen Zinsen seit März gestiegen. Zum Wochenstart notiert die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihe wieder leicht im positiven Bereich. Auf dem Höhepunkt der Coronakrise im März hatte sie noch ein Allzeittief von minus 0,51 Prozent markiert.

Die gestiegenen langfristigen Zinsen gelten als Zeichen, dass sich die langfristigen Wachstumserwartungen der Investoren aufhellen. Sie kaufen lang laufende Staatsanleihen, wenn sie Vermögen sicher parken wollen. Daher stiegen auf dem Höhepunkt der Börsenpanik im März die Kurse von lang laufenden Staatsanleihen deutlich an, im Gegenzug fielen die Renditen auf historische Tiefststände.

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    Doch inzwischen wagen sich mehr Investoren in riskantere Unternehmensanleihen. Diese verzeichneten zuletzt deutliche Mittelzuflüsse. Dafür ziehen sich Profiinvestoren aus den weniger renditeträchtigen Staatsanleihen zurück, im Gegenzug steigen die Renditen.

    Zudem zeigen die steileren Zinskurven: Investoren verlangen wieder höhere Renditeaufschläge dafür, ihr Geld den Staaten für längere Zeit zu leihen. Auch das spricht für eine Normalisierung. Die Anleihemärkte stützen das Bild, das auch viele Konjunkturindikatoren für die Euro-Zone zeichnen: Nach dem drastischen Einbruch stehen die Zeichen auf Erholung.

    Mehr: US-Notenbanker haben Für und Wider einer Kontrolle der Zinskurve diskutiert.

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