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Kommentar Diese Lehren sollten Geldgeber und Gründer aus dem WeWork-Drama ziehen

Gründer sind keine Götter. Risikokapitalgeber müssen sich bei Start-ups stärker einmischen und Exzesse verbieten, wie der Fall WeWork zeigt.
05.05.2020 - 17:05 Uhr Kommentieren
Das WeWork-Debakel verdeutlicht die Risiken von Softbanks aggressiver Investmentstrategie in Zeiten einer globaler Krise. Quelle: Getty Images; Per-Anders Pettersson
WeWork-Filiale

Das WeWork-Debakel verdeutlicht die Risiken von Softbanks aggressiver Investmentstrategie in Zeiten einer globaler Krise.

(Foto: Getty Images; Per-Anders Pettersson)

Adam Neumann, der Gründer von WeWork, kämpft ums Geld. Der einstige Star in Amerikas Start-up-Szene verklagt Softbank, jenen Konzern, der seit Jahren immer wieder Geld in den Büroanbieter gepumpt und Neumann – zumindest auf dem Papier – zum Milliardär gemacht hat.

WeWork-Anteile im Wert von knapp einer Milliarde Dollar sollte der Gründer an Softbank verkaufen dürfen. Eine Vereinbarung, von der der japanische Konzern zurückgetreten ist, was Grund für Neumanns Klage ist.

Es ist der endgültige Bruch zwischen ihm und Softbank-CEO Masayoshi Son, der lange Zeit Neumanns Mentor war und ihn zu noch schnellerem Wachstum anstachelte.

Alle Beteiligten haben hier sicher schwere Fehler begangen. Egal, wie der Fall ausgeht: Das Drama um WeWork hat wichtige Lehren für Geldgeber und Gründer. Vor allem, dass Investoren sich stärker einmischen sollten. Viele große Geldgeber haben Vertreter in den Kontrollgremien der Start-ups sitzen. Diese Rolle als Aufseher müssen sie viel ernster nehmen.

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    Wenn die Gründer zu hohe Risiken eingehen – gegensteuern. Wenn ihnen der Erfolg zu Kopf steigt – einschreiten. Wenn sie nicht mehr die richtigen Personen an der Spitze des Unternehmens sind – austauschen.

    Gründer sind keine Götter. Sie machen das, was ihnen ihre Finanzierer erlauben. Softbank und die anderen Investoren haben Neumanns Firmenjet ebenso abgesegnet wie den Maybach samt Chauffeur. Sie haben von den überschwänglichen Partys und den hohen Verlusten gewusst.

    Die Coronakrise hat die Partystimmung bei den Einhörnern – Start-ups mit Milliardenbewertung – ohnehin beendet. Das Mantra des Hyperwachstums um jeden Preis ist überholt.

    Kamele sind jetzt angesagt: Start-ups, die sich gut anpassen können und Reserven für schwere Zeiten haben. Das wird im besten Fall robustere Start-ups hervorbringen. Doch es hätte keine Pandemie gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu kommen.

    Mehr: WeWork belastet Softbank deutlich stärker als erwartet.

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