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Kommentar Diesen Impfgipfel hätten sich Bund und Länder sparen können

Nach dem Impfgipfel ist klar, dass Kinder und Jugendliche keine bevorzugte Behandlung in der Impfkampagne erhalten. Die Versprechen der Politik klangen im Vorfeld anders. Das muss endlich aufhören.
28.05.2021 - 09:31 Uhr 8 Kommentare
Kinder und Jugendliche müssen sich einreihen in die lange Schlange der Impfwilligen, sie erhalten keine bevorzugte Behandlung. Quelle: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Kinder und Jugendliche müssen sich einreihen in die lange Schlange der Impfwilligen, sie erhalten keine bevorzugte Behandlung.

(Foto: dpa)

Berlin Am Ende überlebte nur noch ein maues Datum den Impfgipfel, nämlich der 7. Juni. Ab dann dürfen sich auch Kinder und Jugendliche um eine Impfung bemühen – mit allen anderen, die auch noch auf den Piks in den Arm warten.

Bis auf diesen Punkt findet sich in dem Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nichts mehr wieder, was die im Vorfeld geweckten Erwartungen nur im Ansatz erfüllen könnte.

Er ist die pure Enttäuschung: Von dem Versprechen, allen Schülerinnen und Schülern bis August eine Erstimpfung zu ermöglichen, ist nichts mehr zu lesen. So äußerte sich nicht nur Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor dem Treffen, sondern auch einige Ministerpräsidenten der Länder. Stattdessen ist nun nur noch vom „Ende des Sommers“ die Rede.

Vorsorglich enthält der Beschluss auch den Hinweis, dass aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Impfstoffen nicht bereits kurzfristig für diese Gruppe Termine verfügbar seien. Vor dem Treffen klang es noch so, als wolle Spahn mehr als sechs Millionen Dosen für Schülerinnen und Schüler reservieren.

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    In der Runde aber sorgte die Passage für großen Ärger – denn auch Spahn konnte nicht erklären, wo dieser zusätzliche Impfstoff herkommen solle. Von vornherein war klar: Werden Kinder und Jugendliche früher geimpft, müssen Ältere länger auf ihre Dosis warten.

    Und darauf wollte sich niemand einlassen. Natürlich gibt es dafür gute Gründe – etwa, dass Erwachsene ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf haben.

    Aber all die schönen Worte, jetzt seien die Jungen am Zug, jetzt müsse endlich was für die Jüngsten getan werden und auch die Hoffnung der Eltern, die seit mehr als einem Jahr genug von Homeschooling und dem ganzen Chaos drumherum haben – sie zerschellen an der Realität, die die mangelhafte Impfstoffwirtschaft vorgibt.

    Kinder und Jugendliche müssen sich einreihen in die lange Schlange der Impfwilligen, sie erhalten keine bevorzugte Behandlung. Es ist völlig verständlich, dass sich Verbände wie die Bundesschülerkonferenz damit nicht zufriedengeben.

    Und Lehrerverbandschef Heinz-Peter Meidinger fragt sich zu Recht, ob die Beschlüsse einen positiven Einfluss auf das neue Schuljahr haben werden. Vermutlich nicht. Im Grunde hat die Politik aufgegeben, die Schulöffnungen nach den Sommerferien mit einer hohen Impfquote zu erleichtern.

    Jetzt heißt es in dem Beschluss nur noch, dass ein sicherer Schulbetrieb auch ohne Impfungen ermöglicht werden muss. Nach einer schnellen Rückkehr zur Normalität an den Schulen klingt das jedenfalls nicht.

    Mehr: Bund und Länder wollen Kinder und Jugendliche ab dem 7. Juni impfen

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    8 Kommentare zu "Kommentar: Diesen Impfgipfel hätten sich Bund und Länder sparen können"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es ist interessant zu sehen, wie die Dinge immer interpretiert und wiedergegeben werden. Wer sich den letzen Monat im Verlauf anschaut, der sieht, das 20% der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten haben. Projezieren wir dieses aud die kommenden 2 Monate, selbst ohne die Zunahme an zur Verfügung stehendem Impfstoff zu berücksichtigen, so werden Ende Juli 80% der Bevölkerung geimpft sein inklusive Schüler zwischen 12 und 15 Jahren. Nehmen wir die Zunahme an Impfstoff hinzu und prognostizieren, dass sich nur 90% der Bevölkerung impfen lassen wollen, so werden Anfang August alle 90% der Bevölkerung eine erste Impfung erhalten haben. Wo also liegt das Problem? Auch, wenn Herr Spahn es vielleicht anders gemeint hat, gelogen hat er in diesem Fall nicht und die KInder werden spätestens im August zumindest einmal geimpft sein und bis Ende September ein zweites Mal.

    • Die FDA hat die Ergebnisse der Biontech Studie an Kindern veröffentlicht. Im Schnitt hatten die Geimpften fast 2 unerwünschte Nebenwirkungen je Proband. Im Einzelnen waren von 1097 geimpften Kindern laut FDA folgende unerwünschten Nebenwirkungen zu beklagen:
      708 Kopfschmerzen, 455 Schüttelfrost, 355 Muskelschmerzen, 215 Fieber, 173 Gelenkschmerzen,
      29 Erbrechen.
      Damit wurden im Verhältnis zur Vergleichsgruppe 32 Kinder vor leichten Grippesymptomen oder Schnupfen oder gar positiv ohne Symptome geschützt. Nicht umsonst lehnt die doch eher impffreundliche STIKO die Kinderimpfung ab. Kinder sind nicht gefährdet und gefährden nicht. Mir scheint eher, dass die Impfung als Kindeswohlgefährdung einzustufen ist.

    • ein echter Einwohner...jetzt passe ich mich dem schon an...
      Republic ...

    • Banana Rebublic Deutschland

    • Leider wie so oft,..............
      Ausser Spesen nichts gewesen.

    • Nun hatten wir so ein Aufmerksamkeitsthema. Wie kriegen wir das hin, dass das noch mit Vorteil bis September trägt??

    • Ob man bevorzugt ist oder nicht was spielt das bei unserem Impfterminvergabesystem für eine Rolle ?
      Kann man es eigentlich noch schlechter organisieren ?
      Wieviele Fehlgriffe wollen wir eigentlich noch tolerieren ?
      Das alles geht nur weil wir hier so unendlich leidensfähig sind.
      Das einzige was hier in Unmengen produziert wird ist nicht Impfstoff , sonder bürokratischer Papiermüll.
      Ich bin sowas von genervt !

    • Was immer man sagt oder tut, es ist immer richtig für die einen, falsch für die anderen. Bei diesem Thema kann es keinen Konsens geben, sondern nur Entscheidungen für oder gegen die Meinung anderer. Etwas weniger Polemik, weniger Neid aber mehr Verständnis würde allen Beteiligten Gruppen und Personen gut tun auch den kommentierenden Journalisten.

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