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Kommentar Digitale Vermögensverwalter: Rendite oder Ansprache?

Dem Markt für Robo-Advisor fehlen echte Impulse. Die digitalen Geldmanager müssen besser darauf eingehen, was ihre Kunden brauchen.
10.05.2021 - 04:00 Uhr Kommentieren
Es gibt durchaus auch Chancen für digitalen Geldmanager in der Finanzbranche. Quelle: dpa
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Es gibt durchaus auch Chancen für digitalen Geldmanager in der Finanzbranche.

(Foto: dpa)

Die mit großen Hoffnungen am deutschen Markt gestarteten digitalen Geldmanager wollten die Finanzbranche aufmischen – und vielen neuen Anlegern mit modernen, einfachen und preiswerten Konzepten Wertpapiere schmackhaft machen.

Ein gutes halbes Jahrzehnt später ist von den hochfliegenden Träumen nicht mehr viel übrig: Das Marktvolumen hat zwar zugelegt, beträgt aber nur ein Drittel der ursprünglich erhofften Werte – und wenige Anbieter dominieren das auf sieben Milliarden Euro geschätzte Segment.

Noch immer konkurrieren die „Robos“ vor allem mit den klassischen Vermögensverwaltern um deren gut situierte Kunden. Neue Investoren, vor allem jüngere, konnten sie – auch wegen oft teurer und komplizierter Produkte – bisher nicht so zahlreich anlocken wie gedacht. Die ersten zweifeln bereits am gesamten Konzept der Robos.

Dabei sind Chancen, neue Anleger zu gewinnen, in Reichweite. Die digitalen Geldmanager müssen besser darauf eingehen, was ihre Kunden brauchen, wie Experten monieren. Renditejäger unter Anlegern dürften sich von wirklich attraktiven, verständlichen und preiswerten Produkten anlocken lassen. Bisher müssen sie bei den Robos oft mit vermeintlich risikobegrenzenden dynamischen Modellen vorliebnehmen, von denen nicht wenige etwa im vergangenen extremen Börsenjahr außer Gebühren kaum etwas produziert haben.

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    Nur wenige algorithmengesteuerte Strategien erwiesen sich als Lichtblick und konnten auch in den krassen Ab- und Aufschwüngen 2020 eine ordentliche Rendite erzielen. Alternativ funktionierten schlichte Konzepte mit den Börsenindizes nachbildenden, börsengehandelten ETF-Fonds. Solche eingängigen Strategien können Anleger aber in ähnlicher Form selbst ohne kostspieligen Robo umsetzen.

    Eine weitere Chance, Kunden zu gewinnen, könnte kluge Bedarfssteuerung sein – um Anleger bei ihrer Finanzplanung zu unterstützen und zu begleiten. Interessieren könnte potenzielle Robo-Kunden beispielsweise ein digitales Konzept für die finanzielle Lebensplanung und -steuerung. So könnten digitale Geldberater etwa persönliche Rentenansprüche zusammenrechnen und daraus einen Sparplan für die Altersvorsorge entwickeln, schlagen Wissenschaftler vor.

    In schwierigen Zeiten an den Kapitalmärkten dürften nicht wenige Anleger es schätzen und dann auch dafür bezahlen, wenn sie mit einem Ansprechpartner drängende Fragen diskutieren könnten – der Experte ihnen ihre Sorgen nähme. Das Paket hätte allerdings vor allem Charme, wenn es denn preiswerter als klassische Beratung wäre. Eine Unwägbarkeit im Geschäft mit der Geldanlage beschäftigt indes alle Anbieter gleichermaßen: die Entwicklung der Kapitalmärkte.

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