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Kommentar Dividende, bessere Ergebnisse, Wachstum: Die Deutsche Bank kaschiert ihre Defizite mit Zukunftsmusik

Die Stimmung auf der Hauptversammlung ist besser als die Lage. Aktuell glänzt vor allem das Investmentbanking – und auf diesen Glanz ist kein Verlass.
27.05.2021 - 15:48 Uhr Kommentieren
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Quelle: dpa
Geldhaus

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Zugegeben, es hat in der Vergangenheit spektakulärere Hauptversammlungen der Deutschen Bank gegeben: Weder große Skandale noch teure Rechtsfälle oder Milliardenverluste haben die Stimmung auf dem diesjährigen Aktionärstreffen getrübt. Sogar der Aktienkurs ist im vergangenen Jahr beträchtlich gestiegen. Bei anderen Unternehmen mag das normal sein, bei der Deutschen Bank reicht das schon für viel Optimismus.

Doch die Freude vieler Aktionäre und des Vorstands über ein wenig mehr Normalität sollte nicht kaschieren, dass die Deutsche Bank noch weit von einer nachhaltigen und stabilen Profitabilität entfernt ist. Denn viele der wichtigen und positiven Botschaften von Vorstandschef Christian Sewing sind bislang nur Zukunftsmusik.

Das beginnt mit der Dividende, die es erst wieder im kommenden Jahr geben wird. Der Verzicht darauf mag zwar dem Rat der Europäischen Zentralbank entsprechen, doch für grünes Licht in Sachen Mitarbeiterboni hat sich das Institut bei den Bankenaufsehern sehr viel engagierter ins Zeug gelegt.

Das geht weiter mit Sewings Erklärungen, wann mit besseren Ergebnissen im stabilen Privat- und Firmenkundengeschäft zu rechnen ist: Ab dem kommenden Jahr sollen Negativzinsen auf Kundeneinlagen allmählich ausgleichen, was Niedrig- und Negativzinsen an Erträgen beider Sparten wegfräsen.

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    Dann, so Sewing, würde das unterschwellige Wachstum der Sparten besser zur Geltung kommen. Worauf er sich dabei bezieht, lässt sich bislang nur in der Privatkundensparte erkennen, wo ein wachsendes Geschäftsvolumen erkennbar ist.

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    Bei der Unternehmensbank zählt auch Wachstum bislang nur zur Kategorie Zukunftsmusik: In dieser Sparte hat die Bank bislang nur „eine Reihe von Wachstumsfeldern definiert“, vor allem im Zahlungsverkehr. So sinnvoll dieser Plan auch ist, ein Selbstläufer ist er mitnichten. Dazu ist das Geschäft zu hart umkämpft.

    So viel zur Zukunft und ihren Perspektiven, auf die Sewing fast die Hälfte seiner Redezeit gelegt hat. In der greifbaren Gegenwart verströmt derzeit im Wesentlichen das Investmentbanking Glanz – und auf diesen Glanz ist kein Verlass. Im Privat- und Firmenkundengeschäft stagnierten die Erträge. Die höheren Gewinne hatten mit der geringeren Risikovorsorge und teilweise niedrigeren Kosten zu tun. Ausgewogen ist das nicht.

    Ihren Applaus sollten sich Aktionäre für den Tag aufsparen, an dem das Institut Dividenden ausschüttet – und nicht nur darüber spricht.

    Mehr: „Eklatantes Missverhältnis zwischen Boni und Dividende“: Investoren kritisieren Vergütung bei Deutscher Bank

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