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Kommentar E-Mobilität ist wichtiger als Expansion

Daimler und BMW bremsen den Aufbau neuer Werke in Ungarn. Eine richtige Entscheidung, denn die Hersteller sollten in E-Mobilität und autonomes Fahren investieren.
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Vor allem Audi, BMW und Mercedes bekommen die schwächelnde Nachfrage zu spüren. Quelle: dpa
BMW

Vor allem Audi, BMW und Mercedes bekommen die schwächelnde Nachfrage zu spüren.

(Foto: dpa)

Ein Jahrzehnt kannte die deutsche Autoindustrie nur Aufschwung. Moderate Ölpreise, billige Zinsen und freie Weltmärkte trieben die Produktion in immer neue Höhen. Doch damit ist es nun vorbei: Seit Monaten schwächelt die Nachfrage in den USA und Europa, selbst in China droht dem Boom die Luft auszugehen. Vor allem die Edelhersteller Audi, BMW und Mercedes bekommen das zu spüren.

Im ersten Quartal sind die Verkäufe von Audi und Mercedes weit unter Vorjahr, nur BMW hält dank neuer Modelle das Niveau. Zwar hoffen die Unternehmen auf eine Wende im zweiten Halbjahr, doch die ist bislang nicht in Sicht.

Vor diesem Hintergrund ist es richtig, dass Mercedes und BMW jetzt den geplanten Aufbau neuer Werke in Ungarn bremsen. In Ungarn sollen neue Kompaktmodelle der 1er-Reihe und A-Klasse entstehen, die zu deutlich günstigeren Kosten als in Deutschland produziert werden können.

Doch für diese zusätzlichen Stückzahlen gibt es im Moment keinen Markt. Und die Milliardeninvestitionen drücken auf die ohnehin schon angespannte Finanzlage. Tatsächlich steht die Branche vor vielen Hürden.

Ende der Woche entscheidet die US-Regierung über die Erhöhung von Einfuhrzöllen von Autos aus Europa. Die für den Export bestimmten Volumen würden dann zusätzlich auf den europäischen Markt drücken.

Noch hoffen die Automanager, dass die US-Regierung die Entscheidung zumindest aufschiebt. Doch die hohen Exporte in die USA werden auf Dauer nicht zu halten sein.

Zudem müssen die Unternehmen ihre Investitionen für die Elektromobilität und das autonome Fahren zusammenhalten. Ohne alternative Antriebe drohen in der EU demnächst hohe Strafzahlungen und damit der Ausschluss aus dem Markt.

Ohne ein Konzept für das fahrerlose Fahren droht die Autoindustrie langfristig ihre Kunden an die neuen Mobilitätsdienstleister zu verlieren. Diese Aufgaben sind wichtiger als das kurzfristige Rennen um Stückzahlen.

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