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Kommentar Effizienter Terror

Die Vermutungen des russischen Inlandsgeheimdienstes zielen wohl in die richtige Richtung: Der Anschlag in Moskaus U-Bahn war ein Akt des Terrors.
  • Ewald Stein
Ewald Stein, Handelsblatt-Redakteur

Ewald Stein, Handelsblatt-Redakteur

Die Vermutungen des russischen Inlandsgeheimdienstes zielen wohl in die richtige Richtung: Der Anschlag in Moskaus U-Bahn war ein Akt des Terrors. Was denn sonst. Dabei geht es, selbst wenn es makaber klingt, nicht nur um die Zahl der Toten, sondern auch um die auf brutalste Weise bestätigte Erkenntnis, dass Terror, wie Präsident Putin es formuliert, die Geisel des 21. Jahrhunderts sei.

Und darum, dass es sich bei Terroristen zwar um Fanatiker handelt, deren Verblendung sie aber nicht hindert, aus ihrer Sicht sehr effizient zu agieren. In den letzten zehn Jahren gab es immerhin sieben schwere Anschläge auf U-Bahnen, allein drei in Moskau.

Noch kann nur darüber spekuliert werden, ob das aktuelle Verbrechen politisch motiviert war. Vieles spricht dafür. Russland führt in Tschetschenien seit Jahren Krieg. Und für März sind Präsidentschaftswahlen terminiert. Schon 1996 detonierte in Moskaus U-Bahn kurz vor Wahlen eine Bombe. Und man weiß auch, dass sich gerade Bürgerkriege nicht mehr auf ein einzelnes Schlachtfeld begrenzen lassen.

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