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Kommentar Eigenbetrag zur Bewältigung des Strukturwandels ist zumutbar

Die IG Metall läuft Gefahr, die Erleichterung der Kurzarbeit tariflich zu konterkarieren. Teilen der Union könnte dies aber sauer aufstoßen.
26.02.2020 - 18:13 Uhr Kommentieren
Die Tarifrunde der IG Metall geht in die heiße Phase. Quelle: dpa
IG Metall

Die Tarifrunde der IG Metall geht in die heiße Phase.

(Foto: dpa)

Wenn man der IG Metall eines nicht vorwerfen kann, dann ist es, dass sie kein Gehör in der Politik findet. Dass die schwarz-rote Koalition sich nach längerem Ringen bereit erklärt hat, bei Bedarf erweiterte Kurzarbeitsregeln aus Zeiten der Finanzkrise wieder in Kraft zu setzen, ist auch dem Druck der Gewerkschaft zu verdanken. Bei Unterauslastung werden so die Verdienste der Beschäftigten länger zumindest teilweise abgesichert und die Firmen von Kosten entlastet.

Von der Regelung profitiert vor allem die Metallindustrie, die von Konjunkturabschwung und Strukturwandel doppelt gebeutelt ist. Bezahlt wird der Ausgleich aber auch mit Arbeitslosenversicherungsbeiträgen von Bankangestellten, Altenpflegerinnen oder Handwerkern.

In der Tarifrunde, die nach dem Vorstandsbeschluss der IG Metall an diesem Mittwoch in die heiße Phase geht, kämpft die Gewerkschaft nun aber darum, dass bei Arbeitsausfall in den Betrieben auch der Verdienstausfall möglichst gering gehalten wird. Etwa, indem die Arbeitgeber sich tariflich verpflichten, das staatliche Kurzarbeitergeld noch aufzustocken.

Teilen der Union, die die Ausweitung der Kurzarbeit ohnehin skeptisch sehen, könnte dies sauer aufstoßen. Sollte die IG Metall mit ihrer Strategie, die Kurzarbeit mit politischer Hilfe zu verbilligen, Unternehmen aber gleichzeitig neue Kosten für den Lohnausgleich aufzubürden, überziehen, dürfte dies die Bereitschaft der CDU/CSU, den Regierungsplänen im parlamentarischen Verfahren zuzustimmen, nicht gerade steigern.

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    Bei einem Jahreseinkommen von im Schnitt 58.000 Euro kann den Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie allerdings ein Eigenbeitrag zur Bewältigung des Strukturwandels zugemutet werden. Die Frage, wie viel ihnen die Sicherung von Arbeitsplätzen wirklich wert ist, wird Hauptthema dieser Tarifrunde sein. Die Bereitschaft der Belegschaft zurückzustecken ist da. Sonst hätte die IG Metall kaum auf eine konkrete Lohnforderung verzichtet.

    Mehr: Für den IG-Metall-Vorstand steht die Sicherung von Jobs im Mittelpunkt. Die regionalen Tarifkommissionen sollen schnellstmöglich mit den Arbeitgebern über ein „Zukunftspaket“ sprechen.

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