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Kommentar Ein Angebot für die Commerzbank würde viel Mut erfordern

Der Deal mit der Deutschen Bank ist geplatzt. Doch die Gerüchteküche brodelt weiter. Dabei ist die Aufregung um eine mögliche Großfusionen übertrieben.
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Die Gerüchteküche brodelt rund um eine mögliche Übernahme der Frankfurter Bank. Quelle: Ulrich Baumgarten/Getty Images
Touristen mit Blick auf die Commerzbank

Die Gerüchteküche brodelt rund um eine mögliche Übernahme der Frankfurter Bank.

(Foto: Ulrich Baumgarten/Getty Images)

Wagen sie den großen Deal, oder wagen sie ihn nicht? Seit die Fusionsgespräche zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank geplatzt sind, brodelt es in der Gerüchteküche ausgesprochen lebhaft. Bastelt die italienische Großbank Unicredit schon an einem Angebot für die Commerzbank? Oder sind die Niederländer von der ING schneller?

Vielleicht kommt beiden aber auch eine der großen französischen Banken zuvor. Liest man all die aufgeregten Meldungen der vergangenen Tage, könnte man meinen, dass die Chefs der ausländischen Großbanken im Vorzimmer von Commerzbank-Boss Martin Zielke und im Berliner Finanzministerium Schlange stehen. Aber ganz so groß scheint der Andrang dort noch nicht zu sein, und dafür gibt es gute Gründe.

Natürlich beobachten alle relevanten Spieler die Entwicklung bei der Commerzbank ganz genau. Mit Sicherheit füllen Konzernstrategen und Investmentbanker fleißig ihre Excel-Tabellen mit schlauen Plänen.

Aber könnte es nicht sein, dass all die immer wieder genannten Kandidaten mit dem aktuellen Status quo eigentlich ganz gut leben können? Lohnt die Commerzbank im Moment wirklich das Risiko einer komplexen, grenzüberschreitenden Übernahme?

Die harten Kostensynergien wären deutlich geringer als bei einer nationalen Konsolidierung. Außerdem ist der europäische Bankenmarkt regulatorisch gesehen noch immer ein Flickenteppich. Solange das so bleibt, wird es den Übernahmeexperten schwerfallen, betriebswirtschaftlich überzeugende Szenarien für große grenzüberschreitende Deals zu präsentieren.

Das Patt würde natürlich schlagartig aufgelöst, sobald einer aus dem Kreis der potenziellen Bieter wirklich Ernst macht. Dann müssten auch alle anderen ihre Optionen in Sachen Commerzbank überprüfen und ihre Pläne aus der Schublade holen. Aber im Moment würde ein Angebot für die Frankfurter Bank sehr viel Mut erfordern, wenn nicht sogar Tollkühnheit.

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