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Kommentar Ein bisschen mehr Realismus täte den Unternehmen bei ihren Klimazielen gut

Die Anforderungen an den Klimaschutz werden in den nächsten Jahren steigen. Doch darauf scheinen nur wenige Unternehmen vorbereitet zu sein.
27.11.2019 - 14:32 Uhr 1 Kommentar
Viele Unternehmen geben sich ehrgeizige Klimaziele. Doch um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen, reichen die häufig nicht aus, wie eine Auswertung der Dax-30 zeigt. Quelle: dpa
Kohlekraftwerk

Viele Unternehmen geben sich ehrgeizige Klimaziele. Doch um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen, reichen die häufig nicht aus, wie eine Auswertung der Dax-30 zeigt.

(Foto: dpa)

Es hat sich mittlerweile zum wohlbekannten Ritual entwickelt: Am Ende jedes Jahres legen verschiedene internationale Organisationen ihre Zahlen zur Klimabilanz der vergangenen zwölf Monate vor, und jedes Mal fallen die Warnungen deutlicher aus.

Doch noch nie war die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre so hoch wie derzeit – so lautet das bisherige Fazit der Weltwetterorganisation für 2019. Geht es im aktuellen Tempo weiter, wird das Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, bereits in weniger als zehn Jahren gerissen. Damit wächst der Handlungsdruck auf die fast 200 Regierungen, die sich 2015 im Pariser Klimaabkommen auf die Einhaltung dieser Grenze verpflichtet haben.

Viele Unternehmen müssen sich deshalb darauf einstellen, dass sie in Zukunft mit deutlich strengeren Regeln konfrontiert sein werden, als es die bisherigen Planungen vorsehen. Denn die gehen zumeist davon aus, dass die Emissionen spätestens ab kommendem Jahr sinken müssen – und zwar pro Jahrzehnt um jeweils die Hälfte.

Doch das scheint angesichts stetig steigender Emissionen im Moment unrealistisch. Und so müssen auch Unternehmen, die bislang ihren individuellen Beitrag zum Klimaschutz geleistet haben, davon ausgehen, dass die Anforderungen an den Klimaschutz steigen werden.

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    Darauf vorbereitet scheinen die wenigsten: Von 30 Dax-Unternehmen, deren Klimaziele das Beratungsunternehmen Right untersucht hat, unterschreitet nur ein Bruchteil die Zielvorgaben, die die Internationale Energieagentur für einzelne Branchen errechnet hat. Die meisten treffen sie knapp oder überschreiten sie sogar – und tragen damit zur Verschärfung der Lage bei, statt sie zu verbessern.

    Grafik

    Optimismus ist deshalb nicht angebracht, wenn es um das Festlegen eigener Ziele geht. Gegen strenge Regulierung gefeit ist langfristig nur, wer seine Wertschöpfung vom CO2-Ausstoß entkoppelt. Das tut derzeit fast kein Dax-Unternehmen.

    Mehr: Die energieintensiven Unternehmen in Deutschland stoßen mit der Reduktion von CO2 an ihre Grenzen. Klimaneutralität wird für die Industrie zur Überlebensfrage.

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    • Kommentare zu einem Thema sollten von Leuten stammen,
      die das Thema verstehen, auf einem Niveau,
      das deutlich über dem eines nur über die Presse informierten Lesers steht.
      Diese Bedingung scheint mir hier nicht gegeben.
      Nicht aus ideologischer Sicht,
      sondern aus rein technisch wissenschaftlicher Sicht.

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