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Kommentar Ein großer Deal reicht nicht: Zoom muss für die Zeit nach der Pandemie mehr investieren

Der Videokonferenzdienst will mit einer Milliardenübernahme das Geschäft ausbauen. Das allein dürfte gegen die mächtige Konkurrenz nicht reichen.
19.07.2021 - 17:50 Uhr Kommentieren
Die derzeit hohe Marktbewertung des Unternehmens macht Zukäufe einfacher. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Zoom-Gründer Eric Yuan an der New Yorker Börse

Die derzeit hohe Marktbewertung des Unternehmens macht Zukäufe einfacher.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Selbst Zoom-Gründer Eric Yuan gibt öffentlich zu: Wenn der Arbeitsalltag nur aus Videokonferenzen besteht, wird es anstrengend. Dass zahlreiche Unternehmen in aller Welt ihre Mitarbeiter zumindest tageweise wieder ins Büro beordern, dürfte ihn daher kaum überraschen. Der einmalige Boom, der die Marke in aller Welt zum Synonym für digitale Kommunikation gemacht hat, endet mit der Corona-Pandemie hoffentlich bald.

Es ist daher eine gute Nachricht, dass der Gründer eine Vision für die Zeit nach der Pandemie hat: Zoom soll eine Plattform für digitale Kommunikation aller Art bieten.

Die gerade angekündigte Übernahme von Five9, einem Spezialisten für Kundenservice aus der Cloud, steht dafür beispielhaft. Derlei Übernahmen sind dank des hohen Aktienkurses günstig zu stemmen – Investoren sollten sich auf mehr solcher Ankündigungen einstellen.

Zoom hat sich in der Pandemie eine beachtliche Nutzerschaft aufgebaut. Fast eine halbe Million Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern sind es mittlerweile, und die internationale Expansion ist längst nicht vorbei. Das Wachstumspotenzial in diesem Geschäft ist zwar beachtlich, aber endlich: Mehr virtuelle Treffen als derzeit können die Organisationen schwerlich durchführen.

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    Daher suchen die Anbieter von Videokonferenzdiensten nach neuen Einnahmequellen und Geschäftsmodellen. Onlinekonferenzen und Webinare zählen dazu, ebenso Telefonsysteme, die das hybride Arbeiten erleichtern sollen. Auch der digitale Kundenservice bietet Potenzial. Insofern ist der Plan hinter dem aktuellen Deal nachvollziehbar.

    Der Aktienkurs verschafft dem Börsenliebling eine billige Akquisitionswährung. Mit mehr als 100 Milliarden Dollar ist Zoom hoch bewertet, obwohl das Papier vor einigen Monaten sogar deutlich höher notierte. Das Unternehmen sollte die Gelegenheit für weitere Deals nutzen. Nur mit zusätzlichen Geschäften ist die weiter luftige Bewertung dauerhaft zu rechtfertigen.

    Einfach wird der Aufbau einer Plattform nicht: Hier geht es nicht nur darum, die Bedienung zu vereinfachen, sondern die Komplexität der Unternehmens-IT zu beherrschen. Gleichzeitig wollen sich Konzerne wie Microsoft, Salesforce und Google mit ihren Kommunikationsdiensten unverzichtbar machen – die Konkurrenz wächst, auch bei Übernahmen übrigens. Einen neuen Zoom-Boom sollten Aktionäre so schnell nicht erwarten.

    Mehr: Größte Übernahme der Firmengeschichte: Zoom will mit Kauf von Callcenter-Firma Wachstum verstärken

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