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Kommentar Ein Rückschlag für die Erfolgsstory von Henkel

Henkel beendet die Ära permanent steigender Renditen. Eine ernste Krise ist das nicht – doch auch für den Persil-Hersteller wird das Geschäft mühsamer.
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Nach Jahren überzogener Sparwut will Henkel nun wieder investieren. Quelle: dpa
Henkel

Nach Jahren überzogener Sparwut will Henkel nun wieder investieren.

(Foto: dpa)

Kasper Rorsted, so lässt sich rückblickend sagen, hatte das richtige Gespür fürs Timing. Im Frühjahr 2016 wechselte er vom Dax-Konzern Henkel zum etwa gleichgroßen Adidas-Konzern und blieb Erfolgsmensch. Zuvor hatte er bei Henkel eine recht glanzvolle Story hingelegt, ablesbar an den Zahlen. Seit der Finanzkrise konnte er Jahr um Jahr die Marge in neue Höhen führen und zugleich den Umsatz steigern.

Doch jedes Effizienzprogramm kommt irgendwann an sein Ende. Rorsted hat den Absprung geschafft, bevor die Serie brach. Jetzt muss sein Nachfolger Hans Van Bylen ankündigen, dass 2019 erstmals nach Jahren die operative Rendite spürbar sinken wird. Zwar setzt er eine höhere Ausschüttungsquote entgegen, um Märkte und Eigentümerfamilie zu beruhigen. Doch das kostet den Konzern Finanzkraft.

Große Akquisitionen, wie zuletzt im US-Waschmittelgeschäft, werden schwieriger zu stemmen sein. Kurzum: Die große Henkel-Erfolgsstory ist erst einmal vorbei. Eine Krise ist das nicht: Der Konzern verdient weiter gutes Geld und hält sich auf dem Niveau von größeren Konkurrenten. Aber es wird mühsamer.

Einen echten Knaller etwa hat das Kosmetikgeschäft um Schwarzkopf lange nicht geliefert. Für die Waschmittelsparte erweist sich das zugekaufte US-Geschäft als umbaubedürftiger als gedacht. Dazu kommt: Eine wirklich starke Marktposition auf globaler Ebene hat Henkel bei ehrlicher Betrachtung nur in seiner dritten Sparte, dem Geschäft mit Industrieklebstoffen.

Ein echtes Umsteuern ist gar nicht nötig

Mit dem am Montag angekündigten Investitionspaket über 300 Millionen Euro korrigiert Henkel die überzogene Sparwut der vergangenen Jahre, die die Rendite auf Kosten der Markenstärke getrieben hat. Nun gibt es Geld für neue Markenauftritte.

Ansonsten listet Henkel eher unspektakuläre neue Produkte etwa bei Waschmitteln auf. Ein echtes Umsteuern steht nicht dahinter. Das ist auch nicht nötig – sofern die Anleger sich darauf einstellen, dass bei Henkel die große Börsenstory vorerst auserzählt ist.

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