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Kommentar Ein Überbleibsel der alten Bankenwelt

Die Aktionäre der italienischen Monte dei Paschi schmetterten die geplante Kapitalerhöhung ab. Die Zukunft der ältesten Bank der Welt ist ungewiss. Die neuen Bankenregeln konnten den Fall nicht verhindern – noch nicht.
30.12.2013 Update: 30.12.2013 - 14:01 Uhr 1 Kommentar
Hauptsitz der Krisenbank Monte dei Paschi in Siena: Aktionäre blockierten die geplante Kapitalerhöhung. Quelle: Reuters

Hauptsitz der Krisenbank Monte dei Paschi in Siena: Aktionäre blockierten die geplante Kapitalerhöhung.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Drei Milliarden Euro wollte die italienische Traditionsbank Monte dei Paschi einsammeln. Doch die Aktionäre schmetterten auf der Versammlung das Ansinnen von Präsident Alessandro Profumo ab. Der ehemalige Unicredit-Chef war vor einem Jahr an die Spitze der ältesten Bank der Welt berufen worden. Er sollte das in Schieflage geratene Institut mit Sitz in Siena retten.

Profumos Sanierungskurs für die angeschlagene Bank ist nun in Gefahr. Denn nach dem Veto der Stiftung Monte dei Paschi, die 33,5 Prozent an dem Geldhaus hält, kann erst im Juni wieder über eine Kapitalisierung verhandelt werden.

Ob das Institut solange durchhält, ist ungewiss. Offenbar hatte Profumo Banken gefunden, welche die Kapitalerhöhung garantiert hätten. Die ist nötig, um staatliche Hilfen in Höhe von vier Milliarden Euro zurückzuzahlen. Doch dafür hätte der Schritt im Januar über die Bühne gehen müssen. Schlimmstenfalls droht nun die Verstaatlichung. An der hat keine Partei ein Interesse – am allerwenigsten die von Finanznöten geplagte Regierung in Rom, wie ein Sprecher beteuerte.

Sebastian Ertinger ist stellvertretender Redaktionsleiter der Handelsblatt Live App.

Sebastian Ertinger ist stellvertretender Redaktionsleiter der Handelsblatt Live App.

Im ersten Moment hat der Beobachter ein Deja-vu. Nach dem Erdbeben, das infolge der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers die Finanzwelt erschütterte, sollte eigentlich keine Bank mehr eine so beherrschende Rolle einnehmen, dass sie die Weltwirtschaft an den Rande des Abgrunds drängen kann und vom Staat gerettet werden muss.

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    Doch genau das ist seit der Pleite von Lehman mehrmals geschehen. Spanien griff mit Hilfe der EU seinem angeschlagenen Bankensektor mit Milliarden unter die Arme. Zypern schloss in höchster Not seinen Kapitalmarkt und zwang auf internationalen Druck hin Anleger, sich bei der Rettung des maroden Bankensystems zu beteiligen.

    Überbleibsel aus einer wilderen, unregulierteren Zeit
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    1 Kommentar zu "Kommentar: Ein Überbleibsel der alten Bankenwelt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wer war den der damalige Chef der Aufsichtsbehörde? Richtig, unsewr allzeit hochgelobter Italiener Draghi. Der in einem Spiegel Interview sagte, das "dieser Italiener zerstört Deutschland " Recht hat er.
      Also naht der Retter in Gestalt von Dragis EZB der Monti Bank doch gerne zu Hilfe. Ich gehe da jede Wette ein.

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