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Kommentar Ein Währungskrieg zwischen den USA und China schadet allen

Die Großmächte verlagern den Handelsstreit in ein neues Feld: den Devisenmarkt. Das könnte am Ende Folgen für die gesamte Weltwirtschaft haben.
06.08.2019 - 11:20 Uhr Kommentieren
China hat seine Währung abgewertet. Darunter leiden die USA: denn ein verbilligter Yuan macht US-Exporte teurer. Quelle: dpa
USA und China

China hat seine Währung abgewertet. Darunter leiden die USA: denn ein verbilligter Yuan macht US-Exporte teurer.

(Foto: dpa)

Der Handelsstreit zwischen den USA und China erreicht eine neue Ebene. Die Amerikaner werfen der Regierung in Peking vor, ein Währungsmanipulator zu sein und den Yuan absichtlich abzuwerten.

Ob sich der Handelsstreit damit zu einem Währungskrieg zuspitzt, ist noch nicht ausgemacht. Klar ist, dass ein solcher Konflikt beiden Seiten enormen Schaden zufügen würde.

Ein billigerer Yuan macht US-Exporte teurer. Das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten mit China hat sich im ersten Halbjahr 2019 zwar um 18,8 Milliarden Dollar verringert. Dafür hat sich das Defizit gegenüber Japan, Südkorea, Taiwan, Mexiko und anderen Staaten erhöht. Amerikanische Unternehmen, die Waren preisgünstig über chinesischen Zulieferer bezogen, müssen nun häufig teurere Alternativen in anderen Ländern finden.

Für China selbst wäre eine weitere Abwertung des Yuans ein Spiel mit dem Feuer. Unternehmenskredite, die in US-Dollar aufgenommen wurden, würden teurer, auch der Ankauf von Öl. Bereits vor drei Jahren gab es eine Kapitalflucht aus China, woraufhin die Zentralbank ihre Maßnahmen verschärfte.

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    Auch wenn die Zentralbank inzwischen behauptet, die Kapitalflucht besser kontrollieren zu können: Not macht erfinderisch. Das gilt auch für Mittel und Wege, Unternehmensgelder ins Ausland zu transferieren.

    Was den zwei größten Volkswirtschaften der Welt schadet, wird am Ende auch der globalen Konjunktur schaden. Bereits jetzt lösten die Nachrichten Unbehagen an den Börsen weltweit aus.

    Sollte es zu einem Währungskrieg kommen, könnte womöglich Panik ausbrechen. In einer chinesischen Redewendung heißt es passend dazu: Wenn sich zwei Elefanten miteinander schlagen, wird das umliegende Gras zertreten.

    Mehr: China und die USA strafen sich nicht mehr nur mit Zöllen auf Waren ab, sondern beziehen nun ihre Währungen mit ein.

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