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Kommentar Ein Zukauf im Währungshandel bietet der Deutschen Börse große Chancen

Mit dem Kauf der Devisenhandelsplattform FXall könnte der Börsenbetreiber seine Marktposition ausbauen – und damit auch den Finanzplatz Frankfurt stärken.
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Seit Beginn seiner Amtszeit 2018 hat Weimer stets ein Wachstum der Börse angestrebt. Quelle: Reuters
Theodor Weimer

Seit Beginn seiner Amtszeit 2018 hat Weimer stets ein Wachstum der Börse angestrebt.

(Foto: Reuters)

Theodor Weimer hat im November große Übernahmen in Aussicht gestellt, um den Abstand auf die führenden US-Börsen ICE und CME nicht zu groß werden zu lassen. Und seitdem warten Mitarbeiter, Aktionäre und Analysten gespannt auf den großen Deal des Deutsche-Börse-Chefs.

Bei manchen überwiegt dabei die Skepsis, denn der Dax-Konzern hat bei größeren Zukäufen (etwa der US-Börse ISE) und Fusionsversuchen (Euronext, New York Stock Exchange, LSE) in der Vergangenheit meist keine gute Figur abgegeben. Investoren trauen dem ehemaligen Goldman-Sachs-Investmentbanker Weimer bei Übernahmen jedoch mehr Fortune zu als seinen Vorgängern.

Devisenhandel ist die aussichtsreichste Sparte

Der seit Anfang 2018 amtierende Vorstandschef hat fünf Bereiche definiert, in denen er zukaufen will: im Datengeschäft, im Handel mit Währungen und Rohstoffen, im Fondsservicegeschäft sowie im Anleihehandel. Die Suche nach großen und lohnenden Übernahmezielen ist jedoch schwierig.

Im Rohstoff- und Fondsgeschäft sind die meisten Übernahmekandidaten eher klein. Im Datenbereich sind interessante Unternehmen wie der Indexanbieter MSCI extrem teuer. Und mit einem Zukauf im Anleihehandel, in dem die Hessen bisher kaum aktiv sind, würde der Konzern ein neues Geschäftsfeld schaffen und hätte folglich wenig Synergien.

Die aussichtsreichste Sparte für einen großen Zukauf ist somit der Devisenhandel. Dort ist die Deutsche Börse erst 2015 durch den Kauf des Frankfurter Start-ups 360T eingestiegen, sie zählt in dem zersplitterten Markt jedoch bereits heute zu den wichtigsten Anbietern.

Durch einen Kauf der Devisenhandelsplattform FXall, an der die Deutsche Börse nun Interesse bekundet hat, würde das Unternehmen seine Position in dem riesigen Markt weiter ausbauen. Statt bei den deutschen Banken, die international seit Langem hinterherhinken, könnte in Frankfurt am Ende womöglich eine weltweit führende Devisenhandelsplattform entstehen – ganz ohne politisches Drängen und Palaver über nationale Champions.

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