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Kommentar Eine Jahresendrally wäre für Aktionäre ausnahmsweise ein Warnsignal

Deutlich steigende Kurse im Schlussquartal könnten in diesem Jahr für Aktionäre kontraproduktiv sein. Denn Potenzial für Rückschläge gibt es zur Genüge.
13.10.2020 - 21:02 Uhr Kommentieren
Unternehmen rechnen mit anhaltenden Belastungen durch die Coronakrise. Quelle: imago images/Christian Ohde
Bulle und Bär mit Warnschild

Unternehmen rechnen mit anhaltenden Belastungen durch die Coronakrise.

(Foto: imago images/Christian Ohde)

In früheren Jahren wurde Mitte Oktober stets die Frage gestellt, ob es in diesem Jahr wohl wieder eine Jahresschlussrally geben könne. In der Zeit vor der Coronakrise verließ man sich dabei auf gute Geschäftszahlen für das dritte Quartal, aus denen häufig angehobene Prognosen für das Gesamtjahr wurden. Und weil etliche Fondsmanager die letzten drei Jahresmonate nutzen, um ihre Gesamtrendite noch etwas nach oben zu treiben, herrscht an der Börse zu dieser Zeit oft ein optimistischer Grundton.

Doch hat die Corona-Pandemie auch dieses alljährliche Ritual verändert. Mit einem Dax, der seit wenigen Tagen wieder über 13.000 Punkten notiert, sind die allermeisten Börsianer vorerst zufrieden. Gut 500 Punkte sind es noch bis zum Allzeithoch.

Doch das steht zurzeit gar nicht im Fokus. Es genügt, dass sich der deutsche Leitindex seit gut drei Monaten mit nur gelegentlichen Schwankungen auf dem aktuellen Niveau eingependelt hat.

Ein höherer Dax-Stand könnte womöglich als Übermut ausgelegt werden. Ist sich doch jeder bewusst, dass die Wirtschaftsaussichten ziemlich trübe aussehen. Die rasch wachsende Zahl an Corona-Neuinfektionen verstärkte diesen Trend zuletzt noch.

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    Würden in einem solchen Umfeld die Kurse erneut deutlich ansteigen, wäre das Absturzpotenzial bei einem neuerlichen Rückschlag umso höher. Wer dennoch wie gewohnt auf eine Jahresendrally setzt, erzeugt bei der breiten Masse der Anleger derzeit eher Unwohlsein.

    Denn Potenzial für Rückschläge gibt es in den kommenden Wochen bis zum Jahreswechsel zur Genüge. Viele Branchen stellen sich im Moment darauf ein, dass der erhoffte Umschwung wohl länger dauern wird als erwartet. Vielerorts wären Unternehmen bereits froh, wenn sich im kommenden Jahr eine Stabilisierung des Geschäfts abzeichnete. Hinzu kommen jede Menge politische Unwägbarkeiten wie die US-Wahl in wenigen Wochen, der Brexit zum Jahresende oder der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China.

    Eine Jahresendrally betrachten viele in einem solchen Umfeld zu Recht als Abkopplung von der Realität. Deutet doch vieles darauf hin, dass die Belastungen der Krise bis weit ins kommende Jahr anhalten werden.

    Die Euphorie, die bis in den Spätsommer mancherorts zu vernehmen war, ist jedenfalls verflogen. In einem Jahr, in dem Weihnachtsmärkte und Karneval ausfallen, könnte dies auch für deutlich steigende Aktienkurse zum Jahresende gelten.

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