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Kommentar Eine zweite Welle hätte heftige Folgen für die Wirtschaft – auch ohne harten Lockdown

Kommt es erneut zu einem großen Corona-Ausbruch, würde die Ökonomie dramatisch leiden. Wie groß die Gefahr selbst ohne weitreichende Beschränkungen ist, zeigt Schweden.
29.06.2020 - 17:38 Uhr Kommentieren
Die USA wollen die Wirtschaft laut ihrem Finanzminister kein zweites Mal herunterfahren. Quelle: dpa
Händler an der New Yorker Börse

Die USA wollen die Wirtschaft laut ihrem Finanzminister kein zweites Mal herunterfahren.

(Foto: dpa)

Zwei Fragen treiben Investoren um: Kommt es zu einer zweiten Welle bei den Corona-Infektionen? Und: Wie schlimm wären die Folgen? Weltweit sind die Infektionszahlen zuletzt dramatisch gestiegen, auf mehr als zehn Millionen Menschen. Betroffen sind vor allem Schwellenländer wie Brasilien oder Indien, aber auch die USA. In Europa und Asien sind die Infektionszahlen niedriger, aber auch hier ist das Risiko nicht vollständig gebannt.

Zum Teil wird nun argumentiert, dass die wirtschaftlichen Folgen im Falle einer zweiten Welle nicht so schlimm wären, weil es dann nicht mehr zu einem so harten Herunterfahren der Wirtschaft kommen würde wie beim ersten Mal im März.

Äußerungen von Politikern wie dem US-Finanzminister Steven Mnuchin deuten in diese Richtung. „Wir können die Wirtschaft nicht wieder schließen“, sagte er jüngst. Man habe gelernt, dass dies noch größeren Schaden anrichten werde. Dennoch sollte niemand die wirtschaftlichen Folgen einer zweiten Welle unterschätzen. Selbst wenn es dabei nicht zu einem größeren Lockdown der Wirtschaft kommt, wären sie wohl sehr gravierend.

Das liegt daran, dass viele Menschen automatisch ihr Verhalten ändern werden, wenn sie sich wegen steigender Infektionszahlen in Gefahr sehen. Sie werden seltener in Restaurants essen, mit dem Flugzeug oder der Bahn reisen oder in Geschäfte gehen. All das dämpft die wirtschaftliche Aktivität, selbst wenn die Regierungen bei einer zweiten Welle auf Einschränkungen der Wirtschaft verzichten sollten.

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    Dass die Wirtschaft auch bei einem Verzicht auf Einschränkungen unter der Coronakrise leidet, zeigt das Beispiel Schweden. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert, dass die Wirtschaft dort in diesem Jahr ebenfalls um fast sieben Prozent schrumpft. Die weniger restriktive Corona-Strategie Schwedens hat der Wirtschaft also nicht viel genützt.

    Ähnliches ist zu erwarten, wenn andere Länder bei einer zweiten Welle auf Einschränkungen verzichten. Die wirtschaftlichen Folgen wären wohl auch dann gravierend.

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