Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Homeoffice

Bereits viele Unternehmen ermöglichen ihren Arbeitnehmern das Arbeiten von Zuhause.

(Foto: dpa)

Kommentar Einen Appell an die Unternehmen hätte sich die Politik sparen sollen

Gut gemeint, aber längst umgesetzt: Die Forderung der Politik nach Betriebsferien und Homeoffice zwischen Weihnachten und Neujahr hätte es nicht gebraucht. 
24.11.2020 - 16:57 Uhr Kommentieren

Bund und Länder haben aus dem jüngsten Gipfelmurks gelernt: Wenn sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch zusammenschalten werden, dann liegt schon ein abgestimmtes Papier über die künftigen Maßnahmen im Kampf gegen Corona vor.

Ministerpräsidenten wie Markus Söder (CSU) und Daniel Günther (CDU) scheren zwar schon vor dem Gespräch wieder etwas aus. Das sind aber akzeptable Reibungsverluste in einem föderalen System. 

Im Zentrum aller politischen Statements stehen seit Tagen das Weihnachtsfest und Silvester. Noch schöner wäre es, die Politik hätte sich in ihrem Maßnahmenkatalog auch so intensiv mit dem Lebensalltag in den Betrieben auseinandergesetzt. Da ist einmal die Aufforderung an die Unternehmen zu prüfen, ob Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösungen vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden können.

Der Slogan „Stay at Home“ hört sich gut an. Auf dem Sofa zum Helden zu werden mag für einige auch attraktiv sein.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Einen Appell hätte sich die Politik aber besser sparen sollen. Er erzeugt nur weitere Unsicherheit und neue Diskussionen in den Betrieben. Die Unternehmen gehen schon seit acht Monaten mit dem Thema verantwortungsvoll um. Sie haben sich inzwischen so organisiert, dass der Laden läuft, ohne den Gesundheitsschutz und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten gegeneinander auszuspielen. Wirtschaft und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden. 

    Staatlich verordnete Eingriffe gehen zudem an der Wirklichkeit vorbei. Die Firmen wissen am besten, welche Abteilungen dichtgemacht werden können, welche Wartungsarbeiten an Maschinen über den Jahreswechsel aufgeschoben werden können oder nicht.

    Man kann einen neuen Mitarbeiter auch nicht nur über Videoclips einarbeiten. Das gilt nicht nur für die Produktion, das trifft auch auf die gesamten Dienstleistungen zu. 

    Quarantäne nur bei Husten ist realitätsfern

    Und: Wenn Homeoffice praktisch umsetzbar ist, bieten die Unternehmen ihren Beschäftigten bereits jetzt schon mobile Arbeit und flexible Arbeitszeiten an. Das soll bitte auch so bleiben, und der Staat sollte da gar nicht über weitere Maßnahmen nachdenken.

    Laut einer der jüngsten Beschlussvorlagen des Bundes sollten alle Menschen mit Erkältungssymptomen, insbesondere mit Husten und Schnupfen, auch ohne Corona-Test fünf bis sieben Tage lang zu Hause in Quarantäne bleiben. Da lachten sogar die Bürger angesichts dieser Realitätsferne.

    In null Komma nichts wären alle Betriebe lahmgelegt worden. Vieles ist gut gemeint von der Politik, wird aber von mündigen Bürgern und verantwortungsvollen Unternehmen nicht gebraucht.

    Mehr: Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in unserem Newsblog

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Einen Appell an die Unternehmen hätte sich die Politik sparen sollen
    0 Kommentare zu "Kommentar: Einen Appell an die Unternehmen hätte sich die Politik sparen sollen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%