Kommentar EKG-Funktion – Endlich gibt Apple seiner Smartwatch einen Sinn

Dank EKG-Funktion ist das neue Modell der Apple Watch mehr als nur ein Gadget. Und damit im Konzernumsatz vielleicht bald mehr als nur Beiwerk.
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Mit der neuen Produktgeneration baut der Techkonzern das Gerät zum Gesundheitswächter aus. Quelle: AP
Apple Watch 4

Mit der neuen Produktgeneration baut der Techkonzern das Gerät zum Gesundheitswächter aus.

(Foto: AP)

Die Grabsteine auf dem Friedhof der beerdigten Apps für die Apple Watch liest sich wie das „Who‘s who“ der Technologiebranche. Die Anwendungen des Bildernetzwerks Instagram, der Kommunikationsplattform Slack oder des Onlinehändlers Amazon verschwanden nach und nach von dem Computer am Handgelenk. Die Nutzer wollen auf dem kleinen Bildschirm einfach nicht einkaufen oder Fotos ansehen.

Die Uhr war lange Zeit einfach eher ein nettes Spielzeug und nicht überlebenswichtig in der digitalen Welt. Vier Jahre nach ihrer ersten Ankündigung ändert sich das nun. Die Apple Watch findet immer stärker zu sich. Mit der neuen Produktgeneration Series 4 baut Apple das Gerät zum Gesundheitswächter aus.

Die Uhr soll dabei helfen, Stürze zu erkennen. Ein ebenfalls neu hinzugekommener Sensor zeichnet Elektrokardiogramme auf. Die EKG-Messung aktiviert der Besitzer durch Drücken der digitalen Krone. Sie dauert angeblich nur 30 Sekunden.

Die Herzdaten kann er eigenständig über längere Zeit sammeln und per PDF an den Hausarzt schicken. Der Armbandcomputer alarmiert bei Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus.

Sicher, wie gut das alles in der Praxis funktioniert, muss sich zeigen, wenn Apple die Funktion Ende des Jahres freischaltet. Für die neue EKG-Funktion besitzt der Konzern zudem bislang lediglich die Zulassung der amerikanischen Aufsichtsbehörde FDA. Wann diese Technologie nach Deutschland kommt, ist noch unklar.

Doch die Apple Watch wird vermutlich bald mehr über das Herz ihres Besitzers wissen als jeder Arzt. Die Apple-Uhr verlässt endgültig die Gadget-Ecke. Sie könnte zum wichtigen Lebensbegleiter werden, wenn alles so eintrifft, wie Apple es heute verspricht. In den USA zählen Herzkrankheiten zu den häufigsten Todesursachen.

Die Gesundheitsoffensive für die Apple Watch dürfte sich auch für ihre Erfinder in Cupertino rechnen. Bislang trägt die Uhr nur einen Bruchteil zu den Konzernumsätzen bei. Das könnte sich bald ändern.

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  • Ein Artikel von jemandem, der eindeutig keine Apple Watch benutzt. Es ist kein Gadget. Ich war anfangs auch skeptisch. Heutzutage könnte ich mir nicht vorstellen, keine zu tragen.

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